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Das Casting

Kimberley konnte es kaum glauben, dass sie nun schon die fünfte Casting-Runde erfolgreich bestanden hatte. Eine Agentur suchte Background-Sängerinnen für einen „international erfolgreichen Pop-Act“, hatte es geheißen, und sie hatte eigentlich nicht damit gerechnet, auch nur in die engere Wahl zu kommen. Sicher, eine gute Stimme hatte sie. Aber wie viele junge Frauen des Jahres 2018 war Kimberley zu dick, genauer, viel zu fett und brachte mit 19 Jahren schon 122 Kilo auf die Waage. Zu ihrer Überraschung waren einige ebenfalls übergewichtige Mädchen ebenfalls in die Endrunde gekommen, und sie war nun sehr gespannt auf den Tag, an dem sich nun endlich herausstellen sollte, ob sie gewinnen würde oder nicht. Und ebenso neugierig war sie darauf, welcher Pop-Act sich wohl hinter der ganzen Prozedur verbarg.
Ihre Garderobe teilte sie mit den fünf anderen Teilnehmerinnen. „Ich hab's geschafft, noch mal drei Kilo abzuspecken“, raunte ihr Vanessa zu, die sich in ihre Bühnenkleidung zwängte. „Die letzten vier Tage habe ich nur Wasser getrunken.“
„Und, wie viel wiegst du noch, du fette Kuh?“ fragte Sandra, die echte Model-Maße hatte.
„Das geht dich ja wohl überhaupt nichts an!“ fauchte Vanessa zurück. Sandra fasste der Konkurrentin an den prallen Bauch, der in dem engen Glitzerstoff eingezwängt war.
„Wie das schwabbelt! Du bist so fett wie ein Mastschwein und glaubst doch nicht ernsthaft, dass dich einer auf eine Bühne lässt?“
„Lass das!“ Kimberley gab Sandra einen Stoß. „Wer will schon wie ein Gerippe aussehen so wie du!“
„Ihr beide, und das weiß ich“, gab Sandra arrogant zurück. „Aber da müsst ihr halt nicht so viel fressen und eure dicken Ärsche ein bisschen bewegen. Du bist ja noch fetter als Vanessa. Pass bloß auf, dass dein Anzug nicht platzt.“
„Halt doch die Klappe, du halbe Portion“, ließ sich jetzt auch die dicke Tanja vernehmen, die über eine sehr schöne tiefe Altstimme verfügte und auch deshalb stets so wirkte, als ließe sie sich nicht aus der Ruhe bringen. „Bei uns gibt's wenigstens was zu sehen, wenn eine Naht aufgeht, ohne dass die Juroren eine Lupe brauchen.“
„Mein Busen ist ja wohl groß genug!“
„Aber er quietscht beim Anfassen, oder?“
„Jetzt ist aber genug.“ Der Aufnahmeleiter trat in die Garderobe. „Jede von euch ist aufgrund ihrer Fähigkeiten hier, und solche Sticheleien will ich nicht hören! Gleich geht es los. Seid ihr soweit?“
Kimberley fühlte ein Kribbeln in den Handflächen, als sie nickte.

Die Aufgaben waren ähnlich wie an den anderen Tagen. Erst einmal mussten sie alle sechs zusammen die erlernten Tanzschritte zeigen, was Kimberley und Vanessa ziemlich außer Atem brachte; Tanja schien eine ziemlich gute Konstitution zu haben, und die drei dünnen Mädchen waren Fitnessstudio-trainiert. Dann bekam jede von ihnen einen neuen Song zum Lernen und wurde nach einer halben Stunde wieder hineingerufen. Der Tisch der Juroren war erhellt, der Rest des Raumes war dunkel, als Kimberley vors Mikrofon trat und die ersten Zeilen zu singen begann. Nur wenig später wurde sie unterbrochen, von einer dunklen Stimme, die keinem der Juroren gehörte, sondern über eine Lautsprecheranlage kam.
„Das reicht, Kimberley, das war sehr gut. Ich habe ein paar andere Fragen noch an dich. Du bist recht dick.“ Kimberley fühlte, wie ihr das Blut in den Kopf schoss. „Wieviel wiegst du genau?“ Jetzt war sie kurz davor, loszuheulen.
„Hun – hundertzweiundzwanzig“, stotterte sie und fügte dann hinzu, wie um sich den endgültigen Stich beizubringen, „Kilo.“
„Gut“, sagte die dunkle Stimme wieder und klang tatsächlich zufrieden. Kimberley stutzte. War das etwa doch nicht das Aus? „Und wie viel hast du im letzten Jahr angesetzt?“
„Dreizehn Kilo.“
„Gut. Sehr gut.“ Das Schweigen ließ Kimberley ihren eigenen Herzschlag wie Donner fühlen. „Du bist dabei.“
„WAS?“ brachte sie hervor.
„Ja, du bist dabei. Komm hoch auf die Empore, ich möchte dich begrüßen.“ Erst jetzt entdeckte Kimberley einen Treppenaufgang links neben dem Tisch der Juroren.

Sie war die Treppe so schnell hinaufgelaufen, dass sie unwillkürlich keuchte, als sie oben angekommen war. Auf einem breiten Sofa hatte sich Arietta von Willendorff ausgestreckt, in einer halb sitzenden, halb liegenden Position, die ihren enormen Hängebauch betonte. Sie lächelte über das ganze runde Gesicht, als sie Kimberley sah, und stand mit Anstrengung auf; ihr Wanst sackte dabei nach unten. „Lass dich umarmen als neuen Zuwachs unserer Truppe“, begrüßte sie die junge Sängerin. „Nun lass dich einmal von Nahem anschauen. Du bist sehr hübsch, Kim.“
„Arietta“, hauchte Kim. Sie war ein großer Fan der fetten Sängerin, die so offen mit ihrer Fressleidenschaft umging – nicht nur der Musik wegen, sondern auch, weil ihr Ariettas Massen immer ein Trost gewesen waren, wenn sie sich wegen ihrer eigenen Fettleibigkeit unglücklich fühlte.
„Setz dich zu mir“, sagte Arietta und deutete auf einen kleinen Sessel neben der Couch. „Ich hoffe, ich habe dich nicht verletzt mit meinen Fragen, aber ehrlich gesagt, ich wollte wissen, ob du das Potential hättest, noch ein bisschen zuzuspecken. Nichts gegen deine hübschen Polster, aber ich möchte doch nicht, dass meine Sängerinnen neben mir so mager aussehen.“
Kimberley blieb der Mund offen stehen. „Habe ich Sie richtig verstanden – Sie wollen, dass ich noch mehr Fett ansetze?“
Arietta nahm sich eine Marzipanpraline aus einem Schälchen vom Beistelltisch und bot auch Kimberley welche an. „Ich weiß, das klingt sicher ungewöhnlich, nachdem du dein Leben lang gehört hast, dass du abnehmen sollst. Aber ich hätte nichts dagegen einzuwenden, wenn du zunimmst.“
Wie aus Reflex griff auch Kimberley in das Schälchen. „Es ist wirklich ungewohnt“, sagte sie kauend. „Ich habe die letzten vier Wochen so gehungert für diese Audition.“
„Viel abgenommen?“ fragte Arietta mit Anteilnahme.
„Fünf Kilo.“
„Das kriegst du sicher schnell wieder drauf. Diäten sind das beste Mittel zum fett werden. Gönn dir in den nächsten Tagen, worauf du Lust hast, und du wirst sehen, dass die fünf Kilo schnell wieder an ihrem Platz sind. Du isst doch gern?“
„Und wie!“ gab Kimberley zu. Mutig geworden, streckte sie den Speckbauch vor, der in dem engen Glitzerkleid steckte. „Das sieht man doch, oder?“ Arietta lächelte.
„Ehrlich gesagt, ich war ein bisschen frustriert, als ich sah, wie wenig Dicke sich auf meine Annonce beworben haben“, sagte sie. „Ich meine, wenn man den Statistiken glauben darf, dann sind mehr als die Hälfte aller Bundesbürger massiv übergewichtig, und bei den Kindern und Jugendlichen sind es schon siebzig Prozent. Wo zum Teufel stecken die alle?“
„In meiner Abschlussklasse waren fast alle Mädchen fett“, sagte Kim. „Aber ich hätte ja auch nicht geglaubt, dass ich eine Chance im Popbusiness hätte, wo alle immer noch dünn sind. – Fast alle“, verbesserte sie sich.
„Das wird sich hoffentlich bald ändern. Deswegen habe ich auch extra dicke Sängerinnen gesucht. Sicher, die gute Stimme ist das wichtigste, aber am liebsten wollte ich dicke gute Simmen. Wie dich.“
„Ich bin sehr sehr glücklich“, hauchte Kimberley. „Ich kann es kaum erwarten.“

In den nächsten Tagen bekam Kim von Ariettas Management den Zeitplan für die anstehenden Proben, Aufnahmen und Tourneen mitgeteilt. Sie würde nun nicht mehr oft zu Hause sein – die ersten Termine sollten in einer Woche in Ariettas Haus in München stattfinden, in dem sie sich ein Tonstudio eingerichtet hatte; das ließ ihr nicht viel Zeit, um sich von ihrem alten Leben zu verabschieden. Ihre Mutter konnte kaum glauben, dass Kimberley den Job bekommen hatte, wo sie doch so unförmig und fett war wie eine Tonne. Und dass ihre Tochter seit diesem Job ihre Diät in den Wind schrieb und schon morgens sechs Berliner verdrückte, konnte sie erst recht nicht begreifen. Kim gönnte sich nun alles, was sie zuvor nur mit schlechtem Gewissen oder aber überhaupt nicht einverleibt hatte – Pommes mit Mayonnaise, Braten mit viel Soße, Burger, Milchshakes und Pizza. Abends fiel sie völlig erschöpft ins Bett – zum einen, weil sehr viel vorzubereiten war, zum anderen, weil sie so viel gegessen hatte. Kurz vor ihrer Abreise saßen ihre Jeans wieder auf der gewohnten Spannung, so dass der Reißverschluss sich in Schlangenlinien über die Fettrolle ihres Unterbauchs wand, und das T-Shirt, das sie trug, spannte über Bauch und Busen. Die Nähte der Hose knackten, wenn sie sich hinsetzte, weil Hintern und Schenkel wieder schön fett geworden waren.
Der Flug nach München war glücklicherweise nur kurz. Die Sitze waren eng und zwängten ihren ausladenden Hintern stark ein; neben ihr saß ein junger Mann, der offenbar dasselbe Problem hatte wie sie.
„Irgendwann könnten die ja mal größere Sitze bauen“, schnaufte er, während er versuchte, den Gurt über seinem vorquellenden Bauch zu schließen. „Entschuldigen Sie?“ wandte er sich an die Stewardess. „Ich brauche einen Extragurt. Und bringen Sie der Dame auch gleich einen mit.“
Kim errötete leicht, aber sein Lächeln beruhigte sie. Die Stewardess war auch nicht besonders schlank und verzichtete daher auf einen Kommentar. Als sie mit den Gurten kam, raunte sie den beiden zu:
„Nehmen Sie doch die Armlehne hoch, dann haben Sie ein bisschen mehr Platz.“ Kims Nachbar drückte die Lehne nach oben, und Kim atmete ein wenig auf. Es war angenehmer, wenn nicht ein hartes Stück Plastik in ihren Speck drängte, sondern die weichen Hüftpolster ihres Nebenmanns.
„Für mich wird's langsam immer unangenehmer beim Fliegen“, bemerkte er, während er nun den verlängerten Gurt einklickte und über dem dicken Wanst stramm zog. „Im letzten Jahr habe ich mir zwanzig Kilo angefressen.“ Er klopfte auf seinen Bauch. „Bald werde ich zwei Sitze brauchen, hoffe ich.“
Hoffst du?“ fragte Kim perplex.
„Ich möchte gern noch fetter werden“, erklärte er, als sei es die normalste Sache der Welt. „Ich bin ein Belly-Buster ... ich dachte, vielleicht wärst du auch eine, Entschuldigung ... Ich wollte dir nicht zu nahe treten.“
„Davon habe ich gehört“, sagte Kim langsam, „und im Jiggle auch schon mal was gelesen ... aber ich habe nie selbst bei einem solchen Treffen mitgemacht, bei dem man sich richtig mästet.“
„Ich schon, öfter sogar. Ich mäste mich, seit ich sechzehn bin. Mit ein paar Freunden feiern wir richtige Fressorgien, bei denen so richtig reingestopft wird, bis nichts mehr geht. Das ist ein herrliches Gefühl. Ich habe ziemlich spät angefangen, deswegen habe ich auch erst 132 Kilo drauf. Mein bester Freund wiegt 186, aber der war auch schon als Kind richtig fett.“
„Trefft ihr euch regelmäßig?“ fragte Kim, die eine ganz ungewohnte Aufregung in sich fühlte. „Bist du aus München?“
„Ja. Ich heiße übrigens Nick ... Wir haben einen Club, das „Spanferkel“ – da finden jedes Wochenende Fressorgien statt. Komm doch mal vorbei – wenn du auch auf Fett stehst, heißt das.“
„Ich weiß nicht, das ist irgendwie noch neu für mich.“
„Aber du isst schon gern, oder?“ Dieselbe Frage wie von Arietta, dachte Kim.
„Ja, sicher.“
„Wenn du dir deinen ganzen Speck allein angefressen hast – Kompliment! Mit ein bisschen Hilfe würdest du sicher schnell aus allen Nähten platzen.“ Dieser Ausdruck, den sonst nur ihre Mutter benutzt hatte, um Kim wieder einmal die Auswirkungen ihrer Genusssucht klar zu machen, erregte sie jetzt plötzlich. Sie sah auf Nicks Wampe, die sich breit über seine Schenkel legte.
„Wie dick willst du denn noch werden?“ fragte sie.
„Keine Ahnung – so um die 200 Kilo hätte ich gern drauf. Neulich war im Jiggle ein Bild von Arietta von Willendorff mit ihrem dicksten Fan, der Typ war jünger als ich und wog angeblich 205 Kilo. Sie war mit ihm essen – das würde ich auch zu gern mal. Sehen, was sie so alles reinstopft, und vielleicht noch ein bisschen nachhelfen, damit sie noch fetter wird. Und mich selbst natürlich auch von ihr mästen lassen. Das wäre ein Traum. Diese Frau ist göttlich.“ Kim lächelte in sich hinein und nahm die Visitenkarte, die er ihr reichte.

In Ariettas Haus tauchte Kim in eine völlig neue Welt. Sie, die sich früher monströs dick gefühlt hatte, zählte plötzlich zu den schlanksten im Umfeld der massigen Pop-Queen. Manager Bernie war ein Koloss von über vier Zentnern, der wie ein Sumo-Ringer aussah, und die anderen Musiker waren ebenfalls fast alle schwergewichtig. Solange sie noch keine Wohnung in München hatte, bot ihr Arietta an, bei ihr zu wohnen, und so kam sie auch in den Genuss der Küche, die für Ariettas enormes Gewicht verantwortlich war. Zwar hatte sie zu Hause schon wieder ihre verlorenen Pfunde aufgeholt, aber jetzt konnte sie noch viel lustvoller schlemmen. Die Auswirkungen sah sie bereits am dritten Tag, als die Show geprobt wurde hatten und dazu auch die Bühnenkleidung erforderlich war. Arietta kam in einem schwarzen Spitzenbody, der jede Speckfalte genau erkennen ließ; ihr Hängebauch schaukelte beim Gehen von einer Seite zur anderen. Danach wandte sie Kim den Rücken zu, so dass diese die dicken Fettfalten auf dem Rücken und den weit herausstehenden Po sehen konnte, der ebenso wie die Schenkel mit abertausenden von Grübchen bedeckt war und bei jeder Bewegung schwabbelte.
Kim fühlte sich unbehaglich in dem engen Glitzerkleid. Es war beim Vorsingen vor einer Woche schon knapp gewesen, jetzt kniff es unbarmherzig in ihren vollen und vorstehenden Dickwanst. Sie traute sich kaum, die Luft zu holen, die sie zum Singen brauchte. Nach einer Weile wandte sich Arietta um. „Kim, was ist los mit dir? Bei der Probe hast du so kraftvoll losgelegt. Komm, noch einmal. Und mit mehr Power. In den Bauch hinein atmen.“
Kim tat das. Und dann passierte genau das, was sie befürchtet hatte – das Kleid gab an der linken Naht nach und platzte auf. Arietta kam erstaunlich flink zu ihr hinüber. „Kein Wunder, dass du keine Kraft hattest“, sagte sie lächelnd und riss die Naht noch ein Stückchen weiter auf. Ihre warme Hand schob sich durch den Schlitz und kniff Kim in die obere Bauchfettrolle. „Schön zu sehen, dass du fetter wirst“, sagte sie dann und tätschelte Kim noch einmal den Wanst. „Weiter so. Friss ordentlich viel.“ Die anderen Musiker schienen das ganz normal zu finden, und nach einer Weile kam auch Kim sich nicht mehr so nackt vor, wie sie mit ihrem geplatzten Kleid da stand und allen zeigte, dass sie dabei war, noch mehr zuzunehmen. Am Ende der Probe hatte sie den Platzer fast vergessen.
Arietta kam wieder zu ihr, als sie fertig waren. „Lass uns heute Abend zusammen essen“, sagte sie. „Ich möchte sehen, wie der Rest von der Naht aufgibt, wenn du dich richtig satt isst.“ Sie lachte über Kims verdutztes Gesicht. „Mir ist das schon oft passiert. Ich fresse einfach zu viel. Aber ich mag das Gefühl – danach hat der Bauch wieder so richtig Platz.“
„Bei mir war's auch nicht das erste Mal“, gab Kim zu. „Mir sind manchmal die Reißverschlüsse von den Hosen aufgeplatzt. Als ich vierzehn war, hatte ich eine totale Fressphase, und da habe ich tatsächlich zwei Jeans gesprengt.“
„Das kenn ich“, nickte Arietta, während sie Kim zum Fahrstuhl voranging, der in ihre Privatwohnung führte. „Meine erste Fressphase hatte ich auch so in dem Alter. Da habe ich alles in mich reingestopft, was fett oder süß war. Sogar Zuckerwürfel pur und pfundweise Butter. Dann kamen immer wieder Diäten – als ich meinen Plattenvertrag bekam, war ich 23 und ungefähr so fett wie du. Die Plattenfirma hat mich dann zum Abnehmen gezwungen und ich bin runter auf 118. Aber als dieses Album so ein Erfolg wurde, habe ich meine eigenen Bedingungen gesetzt. Und ich hatte den richtigen Riecher. Fette Helden sind angesagt.“
„Ich habe auf dem Flug hierher einen deiner Fans getroffen, auch ziemlich dick. Er war ganz neidisch auf den, der den Wettbewerb beim Jiggle gewonnen hatte.“
„Ja, Markus ... der ist wirklich süß. Ein bisschen zu jung für mich, leider, obwohl mich seine Wampe so erregt hat. Er hatte eine Fotomappe mit, in der er mir gezeigt hat, wie er sich Pfund um Pfund für mich fett gefressen hatte, und er hatte akribisch notiert, wie viel er an welchem Tag in sich hineingestopft hatte, um den Wettbewerb zu gewinnen. Schön, er hatte eine gute Ausgangsbasis – er sagte, er sei schon im Kindergarten dick gewesen, und danach hat er konsequent jede Bewegung vermieden und sich mit Hamburgern und Schokolade gemästet, so dass er mit 16 schon 142 Kilo drauf hatte. Ein süßer kleiner Fleischkloß. Dann bekam er die erste Platte von mir und las irgendwo, dass ich Männer nur mag, wenn sie ordentlich was auf die Waage bringen; daraufhin begann er sein Mastprogramm dann richtig, und drei Jahre später hatte er noch mal sechzig Kilo zugenommen.“
„Triffst du ihn noch?“ fragte Kim neugierig. Ariettas Gesicht bekam für einen Moment einen träumerischen Ausdruck.
„Manchmal ... nicht so oft. Er ist ein bisschen jung für mich, wie gesagt, und ich bin ja auch nicht oft hier. Aber ich muss gestehen, dass ich manchmal nicht widerstehen kann und unbedingt herausfinden möchte, ob er schon wieder fetter geworden ist.“
„Und?“ hakte Kim nach, während sich die Aufzugstür wieder öffnete. Sie traten in Ariettas Wohnzimmer, in dem der Esstisch bereits gedeckt war.
„Natürlich ist er. Er frisst enorme Mengen und bewegt sich kaum. Ich wette, er wird bald für den Film entdeckt.“
„Meinst du?“
„Die Studiobosse erkennen langsam, dass die fette Szene ein großes Potential hat. Was im Popbereich funktioniert, wird auch im Kino funktionieren. Und Markus sieht einfach zu gut aus. 214 Kilo – zwei Drittel davon reiner Schwabbelspeck. Genau dasselbe Verhältnis wie bei mir.“
Sie nahmen nun am Tisch Platz, und Kim bemerkte, dass Arietta sich den Bauch mit den Händen ein wenig zurechtrückte. Die schwarze Spitze war ebenfalls schon etwas zu eng, und jetzt, wo sie saß, hatten sich die kleinen Maschen über den fetten Bauchspeckrollen und über den Hüften bereits verzogen. Ihr Hintern quoll auf beiden Seiten breit über den weich gepolsterten Stuhl. „Hab ich einen Hunger“, seufzte Arietta, als ihre Hausangestellte eine große Suppenterrine hereintrug, die leckere kleine Teigtaschen in einer fetten Sahnesauce enthielt. Die beiden dicken Frauen bekamen große Portionen aufgefüllt und begannen zu essen.
Kim hatte ebenfalls Hunger, und das Essen war hervorragend, aber mit Ariettas Tempo konnte sie nicht mithalten. Während sie ihren Teller leerte, hatte Arietta bereits zwei Portionen verspeist. Danach brachte die Hausangestellte einen großen Hackbraten, wieder eine Sahnesauce, Knödel und in Käse gekochtes Gemüse. Arietta ließ sich vier Knödel und zwei große Scheiben Braten geben und aß mit großen Bissen, bevor sie sich noch einmal nachfüllen ließ. Kim meinte sehen zu können, wie ihr Bauch sich immer weiter vorwölbte.
Ihr eigener tat das auch. Ihr schmeckte es einfach zu gut, und auch sie ließ sie nachlegen, obwohl sie im Grunde schon satt war. Arietta klopfte sich auf ihren Speck und schnaufte leicht. „Ist das gut“, sagte sie mit vollem Mund. „Monique, ich nehme noch ein paar Knödel. Und geben Sie Kim noch ein paar.“ Die wollte abwehren, aber das ließ Monique nicht gelten. Also nahm sie noch Sauce, damit sie besser rutschten, und stopfte sie in sich hinein. Knackend öffnete sich die geplatzte Naht ein bisschen weiter, während ihr gedunsener Bauch sich Platz verschaffte.
„Jetzt der Nachtisch“, erklärte Arietta. „Pfannkuchen mit Eis.“
„Oh, das liebe ich“, schnaufte Kim. „Aber ich bin so satt – ich glaube nicht, dass ich noch was runterkriege.“
Arietta stand schwer atmend auf und kam langsam um den Tisch. „Lass mal fühlen“, sagte sie. „Ja, du bist schon ganz schön prall. Aber ein bisschen was geht doch sicher noch rein, oder?“ Sanft massierte sie der jungen Sängerin den vorquellenden Wanst und riss schließlich die Naht noch weiter auf, so dass ihre dicken Speckringe nun gut sichtbar waren. Dann rollte sie die Pfannkuchen ein, tauchte sie in Eis und schob sie Kim in den Mund, die große Stücke davon abbiss und mit vollen Backen zu kauen begann.

Fortsetzung folgt ... irgendwann ... vielleicht ... :-))


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