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Marcellus und Carola



5. Kapitel: Geteilte Waffeln


CAROLA:
Fast war ich dort draußen unter dem Stachelbeerbusch eingeschlafen, aber rechtzeitig schreckte mich eine zuschlagende Tür auf, die sich irgendwo mit einem Knall schloss. Langsam stand ich auf. Nur zu gern hätte ich mich jetzt nach dem vielen Essen ausgeruht, aber Nubia würde mich sicher bald suchen. Mein Bauch spannte, wenn auch nicht so stark wie gestern nacht. Aber er machte es mir schwer, mich jetzt schnell zu bewegen, und ich hoffte, dass ich mich in der nächsten Stunde nicht würde bücken müssen.
Als ich in die Küche kam, war Nubia schon wieder zurück. Ich versteckte den leeren Teller hinter meinem Rücken und stellte ihn, wie ich hoffte unauffällig, hinter mir auf einem Tisch ab. Nubias Blick war schwer zu deuten - so wie ich mich fühlte, dachte ich, dass man mir ansehen müsse, wie viel ich gerade gegessen hatte. Aber sie sagte nichts. Und ich war froh, dass sie mir eine große Schüssel mit Erbsen gab, die gelesen werden mussten; damit konnte ich mich gemütlich hinsetzen und mich von der guten Mahlzeit erholen. Nubia hantierte mit Drusillas leerem Tablett.
"Wo ist denn das Geschirr von Marcellus?" fragte sie. Das hatte ich über meine Nascherei ganz vergessen. Dabei gab es mir doch eine Gelegenheit, wieder zu ihm zu gehen! Der Augenblick der Ruhe hatte mir gut getan, und die enorme Menge Waffeln hatte sich schon ein wenig in meinem Bauch verteilt. Außerdem gab mir der Gedanke an Marcellus Schwung. Ich setzte die Erbsenschüssel auf den Boden und stand hastig auf.
"Hole ich gleich."
"Was ist nur los mit dir? Das vergisst man nicht", brummte Nubia. Ich machte mich schnell auf den Weg.

Tatsächlich hatte Marcellus schon gewartet. Er rief mich schon herein, bevor ich die Tür erreicht hatte, aber sein Tadel fiel recht milde aus. Ich achtete nicht so auf seine Worte, wie ich eigentlich hätte tun sollen, weil mich sein Anblick so gefangen nahm - er war mittlerweile angekleidet und hatte wieder auf dem Bett gelegen, die Hand über dem prallen Bauch, was seine Fülle noch betonte, und nun setzte er sich auf - weniger träge als heute morgen. Dennoch konnte ich ahnen, wie sich das viele Fleisch auf seinen Rippen bewegte.
"Schön, dass du endlich da bist. Ich habe schon gewartet..."
Ich fühlte, dass ich rot wurde und wollte nach dem Tablett greifen, als er mir mit einer Handbewegung Einhalt gebot. Seine nächsten Worte überraschten mich aufs Höchste.
"Ich brauche deine Hilfe." Hatte ich ihn richtig verstanden, oder spielte mein mangelhaftes Latein mir wieder Streiche? "Wenn du eine Frage zum Haushalt hast, die du eigentlich nicht stellen willst, kannst du mich immer fragen." Bot er nun mir seine Hilfe an? Warum war diese Sprache nur so kompliziert. Warum aber sah er mich dabei so seltsam an? Er räusperte sich.
"Jedenfalls wollte ich dich bitten, in meiner Gegenwart mein Frühstück zu Ende zu essen."
Ungläubig starrte ich ihn an. Ich sollte sein Frühstück essen? Ich musste ihn falsch verstanden waren. Aber seine nächsten Worte ließen keinen Zweifel mehr daran. Er erklärte mir, dass es für ihn zuviel war - was ich gern glaubte, obwohl ich der Unmäßigkeit der Römer eine Menge zutraute - aber dass seine Mutter ihm Schwierigkeiten machen würde, wenn er nicht alles aß. Und er wollte meine Hilfe! In diesem Moment erkannte ich, was das bedeutete. Es waren noch mehr Waffeln, Früchte und Schmalzkuchen auf dem Tablett. Mein Magen fühlte sich jetzt gerade wieder halbwegs entspannt an, aber hungrig war ich kein Bisschen. Und dann sollte ich all das noch zu mir nehmen? Ich würde platzen!
"Bitte, setze dich doch", sagte Marcellus, und wieder fiel mir seine volle Stimme auf. Oberflächlich sanft, trotzdem sehr bestimmt. Er deutete neben sich, auf das Bett. Sein Bett! Die Kissen, auf denen er geschlafen, in die er seine vielen Pfunde gedrückt hatte... Aber wie sollte ich nur noch einen Krümel hinunterbringen? Ich spürte noch zu deutlich, dass ich in den letzten Stunden einfach schon viel zu viel in mich hineingestopft hatte. Seine Nähe machte mich zudem nervös. Jetzt sah ich seine Augen, ein dunkles Grau mit hellen Punkten, grün oder braun, und verlegen sah ich weg. Marcellus stand nun auf.
"Du brauchst keine Angst zu haben, bitte..."
Bitte. Ich hatte noch nie jemanden von der Familie zu einem Sklaven so höflich sprechen hören. Mehr als höflich, freundlich. Jetzt, wo er aufgestanden war, traute ich mich auch, mich aufs Bett zu setzen, wo ich verstohlen über die Laken strich, auf denen er die Nacht verbracht hatte. Seine Augen folgten mir, und ich fragte mich einen Augenblick lang, ob Nubia recht hatte, dass man den römischen Männern kein langes blondes Haar zeigen durfte. Der Geruch der Kuchen zog zu mir herüber. Ich liebte Schmalzkuchen, und selbst jetzt, so voll wie ich war, rochen sie verlockend. Noch immer erschien mir die Situation unglaublich. Da war ich, eine Gefangene, eine Sklavin, eine unzivilisierte Germanin, und saß auf dem Bett eines römischen Patriziersohns, um sein Frühstück zu essen. Noch einmal fragte ich nach. Ich musste ihn falsch verstanden haben.
"Du willst, dass ich das alles esse?"
Wieder sagte er bitte. Und etwas anderes, was ich nicht verstand, irgendeinen kurzen Ausdruck, den ich mir nicht merken konnte. Ich hasste diese Sprache, weil sie mich immer wieder in solche Verlegenheit brachte. Warum konnten sie kein Germanisch sprechen! Ich musste Marcellus unglaublich dumm erscheinen. Aber wenigstens schalt er mich nicht, sondern seine vollen Lippen lächelten.
"Hau rein heißt soviel wie 'stopf dir das alles in den Mund.'"
Zur Hel mit dem Latein. Das konnte er doch unglaublich ernst meinen? Nicht einmal die gierige Drusilla aß so unzivilisiert! Oder dachte er, dass wir Barbaren in unseren Dörfern so waren? War er doch wie alle anderen Römer, wollte er eine Barbarin sehen, die seinen Vorstellungen entsprach? Vielleicht war es besser, angesichts meines überladenen Magens, das Essen so schnell wie möglich zu verschlingen, bevor ich wirklich merkte, wie weh mir mein Bauch tun würde. Ich nahm eine Waffel und schob sie mir in ihrer Gänze in den Mund. Marcellus brach in lautes Lachen aus.
"Du kannst dir Zeit lassen! Du musst nicht schnell essen! Ich meine bloß, dass du alles essen sollst."
Mittlerweile überwältigte mich der Geschmack der Waffel. Sie war gut. Sie war trotz meiner Sattheit unglaublich süß und wohlschmeckend. Woher kam nur die Gier, die ich in der letzten Zeit verspürte? Fast genoss ich es wieder, mich noch mehr voll zu stopfen. Noch ein Biss. Und noch einer. Jetzt doch mit ein wenig Sahne.
Marcellus wanderte zum Fenster hinüber, und während ich mir ein Stück Gebäck nach dem anderen in den Mund schob, sprach er wieder über meine Heimat. Ich fragte mich, ob er oder sein Vater jemals dort gewesen waren? Nein, wohl nicht... Er fragte mich:
"Habt ihr dort gutes Essen? Ich meine, du bist ein bißchen mager... mögt Ihr das denn in Germanien? Oder magst nur du das?"
Für einen kurzen Augenblick war ich fast böse. Ich war nicht mager! Ich war nur kein Spanferkel wie seine verwöhnte Schwester! Und so richtig dünn war ich erst in der Gefangenschaft seiner Landsleute geworden. Glücklicherweise ließ er mir keine Zeit für eine Antwort, sondern sprach weiter.
"Jetzt, wo du römische Sklavin bist, solltest du dich daran gewöhnen, dass wir hier generell dicker sind, weil das schöner ist und man sich dick besser fühlt." Also hatte er mich doch wirklich angesehen, gestern Abend schon. Und ich war ihm zu dünn, er zog die üppigen Frauen vor, die gemästeten Mädchen, die zu träge waren, um schnell zu laufen, weil das viele Fleisch an ihren Schenkeln dann aneinander rieb. Mädchen, die sich sicher auch oft so fühlten wie ich mich jetzt, nachdem ich die Hälfte der Kuchen verdrückt hatte. Mein Bauch war gespannt wie eine Trommel.
"Du kannst ruhig etwas schneller essen..." ermunterte er mich jetzt.
"Ja... Ich bin aber sehr, sehr satt..." gab ich vorsichtig zurück.
"Satt wovon?" wunderte er sich. Er konnte ja nicht ahnen, dass ich mich gerade vorhin noch so überfüttert hatte! Hätte ich das nur nicht getan! Was wäre das jetzt für eine Lust gewesen, hier auf seinem Bett, in seiner Gesellschaft diese leckeren Sachen zu genießen. Zumal ich das Gefühl nicht loswerden konnte, dass er mir gern dabei zusah. Ich leckte mir den Zucker von den Fingern und beobachtete seinen Blick. Kein Zweifel, ihm gefiel es. "Carola, du solltest dich daran gewöhnen, hier mehr zu essen. Du solltest als römische Küchensklavin schön fett sein."
Schön fett... die Worte hallten in mir nach. Wie hässlich er mich finden musste. Um so schlimmer, dass ich jetzt wirklich kaum noch etwas herunterbringen konnte. Marcellus lächelte jetzt wieder.
"Schau, Carola," - wie es klang, wenn er diesen Namen sagte, den man mir hier gegeben hatte! - "es wird dir sicher Spaß machen, dick zu sein. Es ist viel schöner und hübscher. Du bist doch viel zu mager. Schau mich an: hier, mein Bauch ist doch riesig!" Er zog sich die Toga etwas straffer zurecht, bis sich sein Wohlstandsbauch abzeichnete. Wie dick er war! Wie gern hätte ich seinen Bauch jetzt berührt, gestreichelt, massiert. Wie er sich wohl anfühlte, ob man einen Unterschied merkte, wenn er satt und wenn er hungrig war. Mein eigener Magen wurde mir jetzt schmerzhaft bewusst. Ich lehnte mich mit einem leichten Stöhnen ein klein wenig zurück, und das brachte mir ein wenig Erleichterung, und Marcellus, der seine Augen keinen Augenblick von mir genommen hatte, spürte das wohl.
"Jetzt mach eine Pause und lege dich zurück aufs Bett. Wir Römer kennen da einen Trick, der dir vielleicht neu ist, oder vielleicht auch nicht, aber wir massieren unseren Bauch etwas. Danach kannst du wieder etwas essen." Wenn er doch jetzt zu mir gekommen wäre, um das selbst zu tun! Hitze stieg in mir auf. Was dachte ich da nur? Nubia hätte mich geohrfeigt für diese Idee. Vorsichtig berührte ich selbst meinen prall gestopften kleinen Wanst, fühlte, dass er unter einer Schicht weichen Fleisches hart war. Ein wenig versuchte ich, die Bewegungen zu imitieren, die ich bei Claudia gesehen hatte, und das tat mir wohl. Meine Brüste, mein Bauch bewegten sich unter meinen Händen, viel stärker als früher. So viel, wie ich in den letzten Tagen gegessen hatte, würde ich sicher bald dick... ob er mich dann anders ansehen würde?
Jetzt kam er näher, wobei ich an seinem schweren Gang erkannte, dass er vom Frühstück noch überaus gesättigt war. Wie gestern Abend hatte er den Rücken ein wenig durchgedrückt, um dem vollen Magen mehr Platz zu schaffen, und das ließ ihn noch wohlgenährter erscheinen. Der Überfluss, in dem die Familie Scipio lebte, zeigte sich wahrlich an seinem fetten Körper. Erst dachte ich in meiner Vermessenheit, er wolle vielleicht wirklich über meinen Leib streichen, aber er nahm sich nur ein Stück von den kandierten Früchten, dann ging er zurück ans Fenster. Die Toga kuschelte sich an seinen Rücken, und als er sich ein wenig nach vorn beugte, konnte ich erkennen, dass er überall schön rund war und nicht nur einen dicken Bauch besaß, sondern auch am Hinterteil und an den Hüften Fett angesetzt hatte. Ich wollte alles tun, um ihm zu gefallen. Und wenn ich dafür platzen musste. Noch lag etwas von dem kalten Braten und dem Weißbrot auf dem Tablett, und ein kleiner Teller mit Kuchen war auch noch da.
Vorsichtig versuchte ich mich wieder aufzurichten, und ich atmete laut dabei, so dass er sich wieder umdrehte.
"Lass dir Zeit," sagte er und klang dabei wieder so freundlich, als würde er mich wirklich mögen. Welch ein Unsinn. Ich war noch nicht lange in Rom, aber selbst ich hatte schon gemerkt, dass die Römer ihren Sklaven gegenüber keine Gefühle hatten. Sie behandelten sie nicht schlecht, jedenfalls meistens nicht, aber sie übersahen sie. Oder? Vielleicht war Marcellus einfach anders... aber er würde kein dürres Mädchen mögen, das hatte er mir deutlich zu verstehen gegeben.
Ich steckte mir einen der kleinen Kuchen in den Mund und schluckte schnell, ohne viel zu kauen. Sonst wäre mir das Essen noch schwerer gefallen. Ich wurde praller und praller, und widersinnigerweise begann ich, den starken Druck, der auf meinem angespannten Bauch lastete, zu genießen. Fast hatte ich Appetit auf die kandierten Kirschen, die noch in der Schale lagen. Süß... so süß... sie kostete ich länger auf meiner Zunge. Jeder Bissen würde mich ein wenig dicker machen... ein wenig schöner für seine Augen. Wieder rieb ich mir den Bauch, und seine Augen verfolgten unter den dichten Wimpern meine Bewegung.
"Möchtest du selbst nicht dicker werden?" hörte ich mich zu meiner eigenen Überraschung fragen.
"Wie kommst du darauf?" fragte er und setzte sich jetzt auf den Rand des Bettes. So nah...
"Weil ich doch das hier für dich essen soll." Seine Hand glitt in die Schüssel mit den Früchten.
"Es liegt mir nicht, mich so zu stopfen wie eine Frau."
"Drusilla hat -" Zu spät merkte ich, dass ich einen Fehler gemacht hatte.
"Die!" Er klang verärgert. "Ich weiß, sie lässt sich von irgendeiner Sklavin fette Sahne einlöffeln, bis sie sich nicht mehr rühren kann, und ihre Claudia knetet dabei ihren Wanst, damit sie nicht platzt. Wahrscheinlich bekommt sie Streifen am Bauch, weil sie so schnell aufgeht wie ein Hefekloß. Und die würde ich ihr gönnen."
"Sie hat keine Streifen", wunderte ich mich. Jedenfalls hatte ich keine gesehen, als Claudia Drusillas Fettmassen gepflegt hatte. Was für Streifen er wohl meinte? Römer waren wunderliche Leute. Ich beschloss, Nubia danach zu fragen.
"Dann kriegt sie sicher noch welche. Wenn ich mich so massieren lassen würde, könnte ich schließlich auch so fett werden wie sie."
"Männer lassen sich nicht massieren?"
"Doch. Vater wird mir sicher bald einen Masseur kaufen." Er seufzte und setzte sich aufrechter hin, die beiden großen Speckfalten seines Bauches schob er dabei etwas nach vorn. Sein Magen musste ihn drücken, bei der Menge, die er verspeist hatte, trotz meiner Hilfe.
"Ich weiß nicht viel über massieren", sagte ich unvermittelt.
"Aber du machst es dir selbst." Manchmal hatte er einen seltsam wissenden Blick, den ich mir nicht erklären konnte. "Es gibt sehr gute Masseure, und es ist wirklich eine Erleichterung nach einer guten Orgie."
Er war so nah, und diese Nähe machte mich kühn. Zwar konnte ich mich kaum noch bewegen nach dem vielen Essen, aber ich neigte mich zu ihm und legte meine kleine Hand auf seinen Magen, und im gleichen Moment erschrak ich fast selbst darüber. Für einen winzigen Augenblick hatte ich ihn nicht als Römer gesehen, sondern als einen jungen Mann, wenige Jahre älter als ich selbst, und ich hatte ihn als freie Frau berührt. Würde er mich schlagen? Er fuhr zusammen. Ich zuckte meine Hand zurück, als hätte ich mich verbrannt. Seine Finger packten meinen Arm, und ich fühlte, wie mir alles Blut aus dem Gesicht ging.
"Was fällt dir ein?" Sein Ton war unerwartet sanft, aber die Finger waren so fest wie ein Schraubstock.
"Ich - ich wollte -" Mein Latein verließ mich, wie üblich, wenn ich aufgeregt war. Marcellus wartete ab. "Ich wollte nur sehen, ob ich nicht doch etwas tun kann..." brachte ich heraus. Der Griff lockerte sich, aber nur etwas, und langsam zog er meine Hand zu sich.
"Dann zeig, was du kannst." Mit einem Seufzer sank er zurück auf das Bett und schloss die Augen. Ich brauchte einen Moment, um mich zu sammeln. Dann streichelte ich über seinen Speck. Sanft zuerst, ungläubig beinahe. Er war weich, viel weicher als Nubias dicke Wampe. Eine runde, pralle Frucht des Überflusses und Wohlstandes. Vorsichtig begann ich, meine Finger tiefer in sein Fleisch zu graben, seine Polster zu kneten, so wie Claudia es getan hatte, und dabei stöhnte er leise und so unglaublich zufrieden. Mein Atem ging schneller - mir wurde wieder so heiß. Ein Ziehen ging durch meinen Bauch, das nichts mit dem vielen Essen zu tun hatte. Oder doch? Manchmal hatte ich das Gefühl schon gespürt, wenn ich so richtig viel gefuttert hatte, wie gestern Nacht. Ein wohliges Ziehen, ein schönes Gefühl.
Aus reiner Neugier glitten meine Hände vom Bauch an die Hüften und kniffen ihn in die Speckfalten, die er dort angesetzt hatte, aber nur kurz, danach suchte ich, ob ich auch bei ihm den harten Magen unter dem vielen Fett spüren konnte. Die Rippen waren gut versteckt, aber fühlbar. Mit dem Daumen schob ich den Speck über seinem Bauchnabel hoch, während meine Finger weiter seinen Magen massierten.
"Besser?" fragte ich und merkte nicht, dass ich germanisch sprach.
"Viel besser", antwortete er auf Latein, und seine Stimme klang tiefer als vorhin. Mit einem Ruck setzte er sich auf. "Das genügt. Du kannst gehen. Oh - und nimm das Tablett mit."
Verwirrt und schwerfällig erhob ich mich. Jetzt erst merkte ich, wie voll ich war. Fast watschelte ich zur Tür. Marcellus sah mich nicht an, sondern blickte zum Fenster.
"Wenn du jemandem davon erzählst, wird dir niemand glauben", sagte er. Leise ging ich hinaus und schloss hinter mir die Tür.




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