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1. Teil
Die Schlemmer-WG
Anja war so froh, daß es mit dem WG-Zimmer geklappt hatte. Sie hatte sich mit ihren Eltern mehrere Wohnungen angesehen, und immer war es so gewesen, daß die schönen großen Zimmer zu teuer oder aber die Leute nicht sympathisch gewesen waren. Die Altbauwohnung war zwar nicht auf dem neusten Renovierungsstandard, aber Doppelverglasung und Fernwärme gab es. Das freie Zimmer war groß und gut geschnitten und nicht zu teuer. Und es wohnten nur Frauen dort, was Anja, die zum ersten Mal von zu Hause auszog, um ihr Studium zu beginnen, irgendwie lieber war.
Zwei dieser Frauen hatte sie kennengelernt: Sabine und Barbara, beide ein wenig älter als sie. Barbara studierte noch, und Sabine arbeitete in einem Büro. Anja gefielen sie sofort - sie strahlten etwas gemütliches, freundliches aus. Vielleicht, weil sie beide nicht gerade schlank waren. Barbara war auch nicht richtig dick, Sabine hingegen schon. Runde Bäckchen und ein Doppelkinn, weite Schlabberpullis, um die überflüssigen Pfunde zu verstecken, und weiche Babyhände mit Grübchen. Barbara hingegen trug sicher auch Größe 42 oder 44, hatte aber ein schmaleres Gesicht. Anja selbst war das gar nicht so aufgefallen, aber ihre Mutter machte darüber eine Bemerkung. Die vierte im Bunde - Susanne, die aufregenderweise bei einem Radiosender arbeitete - war leider nicht dabei gewesen. Aber Anja war sich sicher, daß sie sich dort wohl fühlen würde.
Nur Barbara war da, als Anja dann zwei Wochen später mit ihren ganzen Sachen einzog. Ihre Eltern halfen beim Ausladen - viel war es nicht, was Anja mitbrachte, das Zimmer war möbliert - und mußten auch bald wieder zurückfahren, da die Fahrt nach Hause gute sechs Stunden in Anspruch nahm. Es war schon ein komisches Gefühl, als die beiden sich verabschiedeten, und Anja in der fremden Umgebung zurückblieb. Etwas einsam. Ein bißchen traurig. Aber sie hatte keine Gelegenheit, sich in Heimweh hineinzusteigern: Barbara klopfte wenig später an ihre Tür.
"Na, Frischling?" lachte sie. "Hast du Lust zum Abendessen? Susi und Bine kommen auch gleich, und ich habe gekocht. Deinen ersten Abend weg von Mamas Rockzipfel solltest du feiern."
"Gern", nickte Anja, die Barbara in die Küche folgte. Es duftete verführerisch. Anja entdeckte zwei große Auflaufformen mit Lasagne im Ofen, und auf dem alten Küchenschrank stand eine riesige Schüssel Schokoladenpudding. Auf dem Herd blubberte noch ein Topf mit Blumenkohlcremesuppe.
"Das ist ja ein richtiges Festmahl!" staunte sie. "Bekommt ihr noch Besuch?"
Barbara rührte die Suppe um und schüttelte den Kopf. In diesem Moment ging die Tür auf, und Anja hörte eine volle, distinguierte Frauenstimme, während ein paar Schuhe auf den Dielenfußboden polterten:
"Wilma!! Ich bin zu Hause!" Fred Feuerstein. Anja mußte lachen. Sie wandte sich zur Küchentür um, und da stand sie - Susanne. Dunkelblondes Haar, das auch ohne Dauerwelle wie eine Löwenmähne auf ihre Schultern fiel. Sie war gewaltig. Nicht nur wegen ihrer Stimme und ihrem Haar. Sie war außerdem dick. Nicht nur pummlig, so wie Barbara. Auch noch dicker als die schon ziemlich propere Sabine. Ein breiter Melonenbauch zeichnete sich in ihrem Pullover ab, und weich gepolsterte Hüften, über denen der Pulli sich hochgeschoben hatte. Üppige, pralle Brüste vervollständigten das Bild. Anjas Mund wurde trocken, ohne daß sie wußte, warum. Sie räusperte sich. "Ha-hallo." Es klang piepsig nach Susannes schöner Stimme.
"Hi! Du bist Anja?" Die Walkürenfrau kam auf sie zu und umarmte sie. Anja legte ihre Arme um Susannes Rücken - versuchte es jedenfalls - und spürte, wie das Fettpolster von Susannes Hängebauch sich gegen ihr kleines Bäuchlein drückte. Es war weich und nachgiebig und samtig und fühlte sich an wie ein Streicheln. Ihre Hand lag unterhalb von Susannes Schulter und ertastete eine richtig dicke Fettfalte, den äußeren Ausläufer des mächtigen Wanstes, der sich um die Hüften herumzog. Gleichzeitig nahm sie den Geruch von Susannes Haar wahr. Pfirsich? Irgend etwas anderes fruchtiges? Ein Parfüm? Am liebsten hätte sie nicht mehr losgelassen.
"Schön, daß wir uns auch endlich kennenlernen", sagte Susanne und trat nun doch wieder einen Schritt zurück. "Oh Babs, du hast schon gekocht ... hmmm, ich habe einen Riesenhunger!"
Wenig später kam auch Sabine, und die vier jungen Frauen saßen in der Küche um den Tisch und tafelten. Anja hatte das Alleinsein längst vergessen. Sie ließ sich reichliche Portionen des schweren Essens schmecken, obwohl sie sonst immer sehr darauf geachtet hatte, nicht zuviel zu futtern, weil sie leicht zunahm. Sie fühlte sich ständig zu dick, obwohl sie nur ein bißchen rundlich war. Hier, in der Gesellschaft dreier dicker Frauen, fühlte sie sich auf einmal schlank, und daher gönnte sie sich von der sahnigen Suppe einen großen Teller, und dann noch zwei Portionen Lasagne, bei der die Bechamelsauce fett unter dem Käse hervorfloß. Susanne nahm sich zweimal Nachschlag, und zwar nicht wenig. Kein Wunder, daß sie so dick war, dachte Anja.
Schließlich saßen sie alle satt da. Susanne hatte ihren Bauch ein wenig vorgeschoben und atmete schwer, sie hatte deutlich ein bißchen zu viel gegessen. Aber auch Sabine sah genudelt aus, und Barbara und Anja waren ebenfalls pappsatt. Barbara stand schwerfällig auf. "Wenn jeder noch ein kleines Stück ißt, ist die Pfanne leer", meinte sie und hielt die Form mit der restlichen Lasagne hoch.
"Ich kann nicht mehr", seufzte Sabine.
"Ach komm, Bine, wir teilen das auf", schlug Susanne vor.
"Na gut."
"Für mich nicht mehr", hatte Anja sagen wollen, aber da lag schon wieder eine Portion vor ihr. Alle vier kämpften ein wenig damit, ihre Teller leerzuessen, es ging langsam, die Mägen waren voll und gespannt. Aber sie schafften es. Anja fühlte sich, als müsse sie platzen. Aber lecker war es gewesen.
"Ich habe noch Schokoladenpudding", sagte Barbara jetzt. Die anderen drei stöhnten. "Noch nicht", seufzte Sabine. "Mensch, ich wollte eigentlich eine Diät machen. Ich habe schon wieder zwei Kilo zugenommen."
"Das sieht man aber gar nicht", sagte Barbara.
"Du willst mich nur aufheitern", meinte Sabine mißtrauisch. "Meine Hosen drücken mich ganz schön."
"Du siehst gut aus", sagte nun auch Susanne. "Und verglichen mit mir bist du doch schlank."
Anja mußte beinahe lächeln. Verglichen mit Susanne war fast jeder schlank, selbst Sabine, die bestimmt schon weit mehr als 90 Kilo wog. Trotzdem schien Susannes Bemerkung Sabine zu beruhigen:
"Naja - so ein bißchen Pudding ..."
"Na also", sagte Barbara und holte eine große Schüssel aus dem Kühlschrank.
Als Anja an jenem Abend ins Bett sank, war ihr kleiner Bauch hart und angeschwollen. Während sie von dicken Frauen träumte, die sich nackt auf Kissen räkelten und gegenseitig mit Pudding fütterten, verarbeitete ihr Körper träge die übermäßige Menge von Essen. Über dreitausend überflüssige Kalorien verwandelten sich in die ersten Gramm WG-Fett.

"Nun, was hältst du von unserem Neuzugang?" fragte Barbara, als sie mit Susanne allein in der Küche zurückgeblieben war. Sie beobachtete, wie Susanne mit einem Stück Brot die Bechamelsauce aus der Auflaufform tunkte, und das, obwohl sie nach den Mengen, die sie beim Abendessen verdrückt hatte, schon zum Platzen satt sein mußte. Aber wie immer schien Susannes Freßgier nicht zu bremsen, sie kaute mit vollen Backen und schluckte, bevor sie eine Antwort gab.
"Scheint nett zu sein. Niedlich auf alle Fälle. Ob sie bei uns auch so fett wird wie Gaby?"
"Keine Ahnung - ein bißchen mollig ist sie ja schon."
"Stimmt, habe ich auch bemerkt. Und einen guten Appetit hat sie auch."
"Nicht so wie du", grinste Barbara. Susanne tunkte wieder Sauce aus der Schüssel. "Du bist ganz schön fett geworden in den letzten Wochen." Sie trat hinter den Stuhl ihrer Freundin und schob ihr die Hände auf den schweren Fettwanst, den Susanne angesetzt hatte. "In letzter Zeit kannst du dich überhaupt nicht mehr beherrschen, was?" Anstelle einer Antwort stopfte Susanne sich ein weiteres Stück Brot mit fetter Sauce in den Mund. Barbara strich wieder über die vorquellende Speckrolle von Susannes Oberbauch. "Wieviel wiegst du jetzt eigentlich?"
"Weiß ich nicht."
"Feigling."
"Du hast auch ganz schön zugenommen."
"Stimmt."
"Und was wiegst du jetzt?"
"82 Kilo."
"Ah - auch drei mehr als vor den Semesterferien? - Gaby hat auch mit 80 Kilo angefangen, weißt du noch?"
"Ja, und bei ihrem Auszug wog sie fast das Doppelte. Es hat so einen Spaß gemacht, für sie zu kochen, bei ihrem enormen Appetit. Jetzt bist du unsere Gewichtigste ... komm, sag mir, wie fett habe ich dich füttern können in letzter Zeit?"
Susanne seufzte unter dem sanften Druck von Barbaras Händen. "Naja, am Wochenende waren es 126." Barbara schnurrte. "Und wenn ich wieder jeden Tag so ein gutes Essen bekomme, platzen mir bald wieder meine Hosen."
"Ich möchte Anja gern richtig dick füttern", sagte Barbara. "Sie hat so etwas Rosiges an sich, das wunderbar wirken würde, wenn sie erst mal eine dicke Wampe vor sich herschiebt."
"Versuch's doch", lächelte Susanne. "Mir täte es mal ganz gut, wenn du deine Aufmerksamkeit in dieser Hinsicht mal jemand anderem zuwenden würdest. Wie fett hättest du dein Speckmäuschen denn gern?"
"Richtig prall", seufzte Barbara. "Nicht bloß so ein paar Rundungen wie du." Susanne lachte auf. "Nein, schon ruhig so fett wie Gaby ... sie war einfach wunderbar, ich konnte nie genug davon bekommen, wenn sie abends vom Sofa aufstand und mit diesem schwankenden Gang zum Kühlschrank ist, um sich noch mal richtig vollzustopfen. Wie ihr Wanst dann gewackelt hat..."
"Mein Bauch bewegt sich auch schon ganz schön."
"Du hast eine tolle Hängewampe, Susi. Und wie voll sie jetzt mal wieder ist. Verträgst du noch ein paar Pralinen?"
"Ich glaube nicht."
"Ich esse noch ein paar." Barbara ging noch einmal zum Schrank und nahm eine große Pralinenmischung heraus, öffnete die Zellophanverpackung, suchte genießerisch eine aus und schob sie sich in den Mund, wohl wissend, daß Susanne nie lange widerstand, wenn es noch etwas zu Naschen gab. "In letzter Zeit habe ich auch immer mehr Hunger." Sie nahm eine zweite. "Stell dir vor, Anja würde meine Küche ebenso genießen wie Gaby."
"Ich glaube nicht, daß dir das ein zweites Mal gelingt, Babs."
"Wetten?" Barbaras Augen funkelten. "Ich werde die süße Kleine zum Essen verführen, daß es eine Lust sein wird." Susanne, die nun doch in den Pralinenkasten griff und mit den Zähnen ein Stück Pistazienmarzipan zerteilte, schüttelte den Kopf.
"So wunderbar verfressen wie Gaby ist keine zweite. Bei ihr konnte man ja geradezu zusehen, wie sie zunahm."
"Dich hat das immer so inspiriert, mitzufressen", sagte Barbara, die wieder neben Susanne saß und deren fetten Bauch befühlte. "Wenn ihr eure Kuchenschlachten gefeiert habt ..."
"Ja", seufzte Susanne träumerisch und steckte sich noch ein Praline in den Mund. "Eine ganze Käsesahnetorte und wir beide ..."
"Da mußtet ihr aber schon ganz schön stopfen, damit ihr die runterkriegt", erinnerte sich Barbara. "Dein Bauch war wie eine Trommel, so fett und dick und schwer."
"Trotzdem hat Gaby immer mehr zugenommen als ich. Ein Kilo die Woche mindestens, manchmal auch zwei. Darauf kommt Anja nie im Leben."
"Wer weiß", machte Barbara. "Laß mich nur machen. Ich werde ihre Lieblingsspeisen auskundschaften und sie nach allen Regeln der Kunst verwöhnen."

Anja merkte bald, daß ihre Mitbewohnerinnen allesamt gern aßen. Fast waren sie ein bißchen freßsüchtig, dachte sie. Der Kühlschrank war stets zum Bersten gefüllt, und Light-Artikel kaufte keiner der drei. Und überall lagen Süßigkeiten herum. Tafelweise Schokolade, Kekse, Gummibärchen, Lakritzkonfekt, Bonbons. Dabei waren sie unglaublich großzügig: "Nimm dir ruhig", hieß es stets, wenn ihr Blick auf irgend etwas fiel. Erst hielt sie sich ein wenig zurück - schließlich hatte sie schon nach den ersten zwei Wochen gemerkt, daß ihre Hosen knapper wurden - aber nach und nach verschwand ihre Zurückhaltung. Die anderen naschten ja auch. Und sie hatte sowieso eine so süße Zunge - der Versuchung war einfach nicht zu widerstehen.
Abendessen wie an jenem ersten Abend waren keine Seltenheit. Barbara kochte leidenschaftlich gern, und es war nicht zu übersehen, daß alle drei gern aßen. Es schien ihnen überhaupt nichts auszumachen, wie dick sie davon wurden. Susanne schien sich manchmal ganz bewußt zu überfressen. Anja beobachtete gelegentlich, daß sie bei der Hauptspeise schon seufzte, nachdem sie sich dreimal Nachschlag genommen hatte, und dann noch den Nachtisch nachstopfte, auch wenn es ihr schwerzufallen schien. Ihr Magen hatte ein enormes Fassungsvermögen. Sabine hingegen futterte zwischen den Mahlzeiten unausgesetzt Süßigkeiten in sich hinein. Negerküsse, Schokoladentafeln, Trüffelpralinen, Weingummis, Lakritzschnecken - um sich dann abends an den Tisch zu setzen und noch einmal richtig zuzuschlagen. Barbara hingegen naschte schon beim Kochen und aß auch sonst zuviel.
Die Eßgewohnheiten der drei hätten das dünnste Model auf Dauer zunehmen lassen. Eine brachte immer Kuchen mit, wenn sie nachmittags nach Hause kam, und dann wurden tütenweise Teilchen verputzt. Abends gab es dann noch spät in der Regel üppige, sehr kalorienreiche Mahlzeiten, so daß sie alle mit einem schweren, prallen Magen schlafen gingen. Und Sport war in dieser verfressenen Genießerinnen-WG ohnehin tabu.
Barbara verfolgte ihren Plan, Anja auf ein stattliches Übergewicht zu mästen, mit viel Entschlossenheit. Sie lud sie zu Kuchen ein, nötigte sie immer noch, ein Stück mehr zu essen, füllte ihr abends die Teller bis zum Rand und schenkte ihr Kakao mit Milch oder Kaffee mit viel Zucker ein, und Anja, die sich verwöhnt fühlte, aß willig auf, auch wenn ihr Magen manchmal drückte und spannte. Aber Barbara kochte so lecker, und ihr Appetit wuchs mit den großen Mengen, die sie in sich hineinstopfte. Und bald sah Barbara ihre Mühen erste Früchte tragen. Anjas kleiner Bauch rundete sich zusehends, und die Schenkel begannen die Jeans wesentlich praller auszufüllen. Eine erste Speckrolle – ein Röllchen zunächst – schob sich über den Hosenbund. Die Arme wurden runder, und auch im Gesicht zeigte sich ein wenig Fülle. Die Mastkur schlug an.
Anja hatte sich nun an ein richtiges Schlaraffenleben gewöhnt: Schon morgens schlug sie sich den Bauch mit Waffeln voll, für die meist Sahne dastand, oder sie futterte Kuchen, wenn vom Vortag noch etwas da war. Nach vielen kleinen Naschereien – in der Wohnung stand überall Schokolade oder anderes Knabberzeug – gönnte sie sich, wenn sie an der Uni war, mittags ein warmes Mensaessen, und abends gab es Kaffee mit reichlich Torte, bis zum Festessen am Abend, bei dem dann wirklich große Mengen verputzt wurden.
"Es wirkt", stellte Barbara zwei Monate nach Anjas Einzug fest, während sie dem molligen Erstsemester nachsah, die gerade die Tür schloß und ins Bett wollte. Susanne richtete sich mit einem fetten Seufzer ein wenig aus ihrer Liegehaltung auf dem Sofa auf, wobei ihr Hängebauch sichtbar schwabbelte. "Ja, sie wird fett", sagte sie. "Ziemlich schnell sogar. Ihr Bauch steht schon etwas über ihrer Hose, und ihr Hintern wird auch ziemlich dick." Susanne griff an ihre Speckplauze und zog sie ein wenig hoch, um an den Bund ihrer Hose zu kommen, die sie mit einiger Anstrengung öffnete; knalleng hatte der Stoff vorher den dicken Bauch umspannt. Jetzt floß wackelndes Bauchfett in ihren Schoß; Susanne rieb sich die Strieme, die das Bündchen in ihrem Fett hinterlassen hatte. Sie war – wie Anja - ebenfalls immer dicker geworden. Nun bediente sie sich bei den Chips, die auf dem Tisch standen. "Die Kleine hat ja auch gar keine Chance", sagte sie zwischen zwei Handvoll. "Du bietest ihr ja auch ständig was an."
"Und sie nimmt es. Hast du gesehen, was für Portionen sie mittlerweile verdrückt?"
"Hm-hm", machte Susanne kauend. "Ihr Appetit wächst ebenso wie ihr Umfang."
"Wie bei Gaby." Und bei dir, dachte Barbara, die Susannes Wanst betrachtete, der nun den Pullover, den sie trug, ein wenig hochschob.
"Das stimmt..." sagte Susanne. Die nächste Handvoll Chips verschwand in ihrem Mund. "Aber ich wette mit dir, bald wird sie merken, wie dick sie wird, und dann könnte sie auf den Gedanken kommen, abzunehmen ... und dann, Babs?"
"Abwarten, Susi. Ein paar Tage fasten schaden nichts – danach ist der Hunger meistens um so größer."
"Wem sagst du das. Ich muß mich auch endlich mal bremsen", sagte Susanne und griff wieder in die Schüssel mit den Chips.
"Könntest du das, so gierig wie die bist?" fragte Barbara. "Ich meine, mit leerem Bauch ins Bett gehen, ohne dieses herrliche Gefühl, randvoll mit den fetten Kalorienbomben zu sein, die ich dir gekocht habe?"
Susanne lächelte, während sich ihr Doppelkinn beim Kauen bewegte. "Käme auf einen Versuch an. Ich sag ja nicht, daß es mir Spaß machen würde. Aber sieh dir meine Wampe an!" Sie unterbrach sich und grinste: "Wozu sage ich das, das tust du ja eh die ganze Zeit..." Kokett zog sie die Pulli noch etwas höher, bis der ganze Speckring ihres Oberbauchs zu sehen war, der sich mächtig nach vorn wölbte. Darunter ließ ihr praller Unterleib den Reißverschluß ihrer Hose weit aufklaffen. Von ihrem Slip war nichts zu sehen; ihr Speck drückte jedes Höschen herunter und schwabbelte über den Bund. Susanne drückte ihren Bauch noch ein bißchen vor; sie wußte, daß Barbara der Anblick von soviel Übergewicht verrückt machte.
"Wieviel?" fragte Barbara heiser.
"131 heute morgen", sagte Susanne. "Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, bei 130 ist Schluß, dann fange ich an zu hungern ..."
"Oh Susi, bitte nicht. Das würde meinen Plan mit Anja völlig ruinieren."
"Und um meinen Speck täte es dir nicht leid?"
"Und wie! Aber für Anja wäre das auch fatal..."
"Ich nehme an, wenn sie das erste Mal nach Hause fährt, wird ihre Mammi ihr sicherlich auch einige Vorhaltungen machen."
"Sowas ist schnell vergessen, wenn man in gemütlicher Runde wieder zusammen ist", meinte Barbara. "Oh bitte, Susi, warte noch mit deiner Diät. Du kannst doch immer noch abnehmen. Warte doch, bis Anja ein bißchen mehr angesetzt hat."
"Wie schwer schätzt du sie denn jetzt?"
"Groß ist sie nicht – bei ihrer Figur jetzt vielleicht so 70 oder 75 Kilo?"
"Denke ich auch. 75 eher. Ich wette, sie hat sechs oder acht Kilo zugenommen, seit sie hier ist."
"Zuwenig für zwei Monate", sagte Barbara ungeduldig.
"Laß ihr doch Zeit, Babs. Sie muß doch erst mal träge werden durch den angegessenen Speck. Als ich anfing, dick zu werden, ging das zuerst auch langsam – aber als mich mein Fett erst mal fauler werden ließ, kam ein Kilo nach dem anderen."
"Hast du auch noch Lust auf überbackene Tortillachips, Susi?" Barbara strich sich selbst über den schon recht beachtlichen Bauch. "Hmmm.... darauf könnte ich jetzt so richtig..." Sie alle hatten vor gerade eineinhalb Stunden erst jeder einen großen Quiche Lorraine verdrückt, und Barbara selbst war mehr als nur satt. Aber sie wollte auf jeden Fall verhindern, daß Susanne weiter über eine Diät nachdachte, und dafür war sie auch bereit, sich selbst ein bißchen zu überfressen. Susanne kaute weiter die Paprikachips; die Schüssel war bereits fast leer.
"Ich weiß nicht, Babs ..."
"Ich esse jedenfalls noch ein paar."
In der Küche breitete Barbara zwei Tüten Tortillachips auf einem Blech aus und schüttete eine dicke Schicht geriebenen Käse darüber. Während sie dann darauf wartete, daß der Käse zerlief, öffnete sie einen Becher Creme Fraiche und verrührte die fette Creme mit Salsasauce. Als sie schließlich mit dem großen Blech ins Wohnzimmer kam, hatte Susanne die Chips alle verdrückt. "Sieht aber lecker aus", kommentierte sie. "Ist das nicht ein bißchen viel für dich allein, Babs?"
Barbara nahm neben ihr auf dem Sofa Platz. Sie merkte, wie ihre Hose in ihren Speck einschnitt; wie alle anderen hatte auch sie in den letzten Wochen zugenommen, und ihre Sachen waren ihr zu eng geworden. Susanne betrachtete mit einem Funkeln in ihren Augen, wie Barbara zu essen begann – sie wußte, daß Barbaras Appetit mit ihrer eigenen Freßgier nicht zu vergleichen war und war sich völlig darüber im klaren, warum ihre Freundin das jetzt tat. Es fiel ihr schwer, sich zurückzuhalten und nicht gleich von der leckeren Käsespeise zu probieren, aber sie wollte sehen, wieviel Barbara in sich hineinstopfen würde, um sie zum Essen zu animieren. Erst nach einer Viertelstunde, als Barbara sich sichtbar überwinden mußte, weil sie zum Platzen satt war, griff sie selbst zu. Wie lecker das war, die überbackenen Chips mit der dicken Käseschicht und die fette Sauercreme dazu. Nachdem sie so lange gewartet hatte, erschien Susanne dieser Snack als doppelter Genuß, und sie konnte sich die fetten Häppchen nicht schnell genug in den Mund schieben. Dabei war auch sie vorher schon satt gewesen – im Gegensatz zu ihren Freundinnen hatte Susanne zwei Quiches verdrückt und schließlich auch noch genug Chips gegessen. Bis zum Anschlag tauchte sie die warmen Teilchen in die Creme, kaute mit vollen Backen, leckte sich das Fett von den Fingern und nahm das nächste Stück. Erst, als das Blech leer war, merkte sie, wie ihr Magen spannte.
"War das gut!" seufzte sie. Barbara streckte nun ihre Hände aus und befühlte den prallen Leib, der noch weiter vorquoll als sonst. Susanne lehnte sich schnaufend zurück, während Barbara sie zu massieren begann.
"Ich liebe es zu sehen, wie du dich vollstopfst", flüsterte sie. "Du bist herrlich fett geworden." Susanne stöhnte nur zufrieden. "Kein Gramm darfst du abnehmen, wenn's nach mir geht."
"Hmmm", schnurrte Susanne. Es tat ihr gut, wie nun sanft ihr Fett geknetet wurde. "Auch wenn ich eines Tages drei Zentner wiege?"
"Und wenn es vier wären", gab Barbara zurück.


Teil 2

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