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2. Teil

In der Tat vergaß Susanne ihre Diätgedanken sofort wieder. In den nächsten Tagen stellte Barbara zufrieden fest, daß sie statt dessen noch mehr aß als sonst und sich jeden Abend vor dem Schlafengehen noch einmal genüßlich mit richtigen Dickmachern vollstopfte. Ganz besonders, wenn Anja dabei war. Susanne war klar geworden: Wenn sie verhindern wollte, daß Barbara sie wirklich bis auf vier Zentner mästen würde, mußte sie ihre Aufmerksamkeit auf ein lohnendes anderes Objekt lenken, und bei Anja, das hatte sie aus Barbaras Kommentaren erkannt, ging ihr die Zunahme nicht schnell genug. Also mußte sie mit dafür sorgen, daß der kleine Frischling sich in ein richtiges Spanferkel verwandelte und dementsprechend aus dem Leim ging.
Eines Abends, als Anja spät nach Hause kam, sah sie, daß in der Küche noch Licht brannte. Susanne saß allein am Tisch und löffelte Käsetorte – nicht etwa ein Stück, sondern ein ganzes Viertel. Es war schon nach Mitternacht – spät für einen letzten Snack.
"Hast du auch noch Hunger?" fragte Susanne, die einen großen Löffel voll hinunterschluckte. "Es ist noch genug da."
Anja hängte ihre Jacke auf. "Ich weiß nicht – ich komme gerade vom Kurstreffen beim Italiener..."
"Ich hatte auch schon zwei Pizzas", nickte Susanne. "Aber so ein Löffel Kuchen rutscht doch immer noch."
"Du ißt ganz schön viel", sagte Anja, wobei aus ihrem Ton schwer abzulesen war, ob sie das abstoßend, interessant oder erregend fand. "Hast du nie Bauchschmerzen, wenn du so viel in dich reinstopfst?"
"Manchmal", nickt Susanne. "Keine Bauchschmerzen, aber das Gefühl, richtig voll zu sein. Ich mag das, es ist ein bißchen wie ein kleiner Orgasmus – ein Freßorgasmus, sozusagen. Kennst du das?" Anja schüttelte den Kopf, setzte sich aber zu Susanne an den Tisch. Susanne löffelte weiter, leckte sich zwischendurch die Creme von den Lippen.
"Meinst du nicht, du wirst zu dick?"
"Ich bin zu dick", betonte Susanne. "War ich immer schon, schon als Kind. Als Teenie habe ich dann ständig Diäten gemacht, eine nach der anderen, und schließlich habe ich gemerkt, daß ich es viel zu sehr liebe, gut zu essen, um darauf verzichten zu können." Und außerdem habe ich dann jemanden kennengelernt, der mich bekocht und verwöhnt und richtiggehend mästet, setzte sie in Gedanken dazu.
"Und seitdem nimmst du zu?"
"Auch, ja. Vor allem aber genieße ich das Essen... Was sind eigentlich deine Lieblingsspeisen?"
"Pasta mit Gorgonzolasauce", antwortete Anja. "Und Schokolade."
"Und hast du nie davon geträumt, davon wirklich so viel zu essen, wie du willst?"
"Doch ..."
"Du solltest es einfach mal tun", meinte Susanne. "Nur, um mal das Gefühl kennenzulernen, so richtig nach Herzenslust geschlemmt zu haben." Susanne erwartete Widerspruch – Angst vorm Dickwerden, Angst vom Sichgehenlassen, Angst vor den Kommentaren anderer. Aber Anja sagte gar nichts. Susanne ließ ihr Zeit. Sie aß ihr Kuchenviertel auf und stand dann schwer atmend auf, um die Tortenplatte von der Anrichte auf den Tisch zu holen. Anjas Blicke folgten ihr, ruhten auf ihren schweren Puddingarmen, ihren Bauchfalten und dem ausladenden Hintern, der auf beiden Seiten weit über die Sitzfläche des Stuhls hinausschob, als sie sich setzte. Susanne begann wieder zu essen.
Eine Weile sprachen sie über andere Dinge, vor allem über Susannes Arbeit, die Anja sehr faszinierend fand. Bisher hatten die beiden wenig Zeit miteinander allein verbracht, und Susanne begriff: Anja bewunderte sie für ihren Job beim Radio, für die Art, wie sie ihr Leben führte, und dafür, daß sie sich über die Konventionen hinwegsetzte – und ihr Fettsein genoß. Das ließ sie mutiger werden, was ihren Plan betraf. Außerdem sackte der Käsekuchen langsam in ihrem Magen und sorgte für das angenehme Völlegefühl, von dem sie vorhin gesprochen hatte.
"Macht es dir was aus, wenn ich meine Hose ein bißchen aufmache?" fragte sie mit bester Absicht. "Ich habe so viel gegessen..."
"Nein, gar nicht", sagte Anja.
Susanne schob das T-Shirt hoch, das sie trug und griff sich in die Speckritze zwischen den beiden Fettrollen am Bauch. Sie zog ihre Wampe ein wenig ein, aber trotzdem fiel es ihr schwer, an den Knopf heranzukommen. "Könntest du mir vielleicht einen Gefallen tun?" fragte sie Anja, die rot wurde. "Ich kriege meine Hose nicht auf – wahrscheinlich bin ich echt zu fett für diese Jeans..."
Jetzt kommt's drauf an, dachte sie. Wenn ich sie jetzt nicht damit verschrecke, ist sie für unsere Sache gewonnen.
Anja stand auf und legte ihre Hände auf den fetten Wanst, den Susanne sich angefressen hatte. Susanne drückte ihren Bauch weit vor, so daß der Bund der ohnehin schon engen Hose stark angespannt wurde. Anjas Finger hatten Mühe, sich zwischen Fett und Stoff zu schieben. Aber es gelang ihr, und mit Mühe öffnete sie den Knopf; der Reißverschluß wurde durch Susannes Fettwülste bereits allein aufgedrückt.
"Bist du fett!" flüsterte Anja, und jetzt war es deutlich hörbar Bewunderung. Susanne legte nun ihrerseits ihre Hände auf Anjas Hüften, wo sich deutlich fühlbar frischer Speck über den Hosenbund schob.
"Ich finde fette Frauen schön", raunte sie Anja zu. "Und mir gefällt es zu sehen, wie ich nicht allein schlemme und fresse und genieße ... warum leistest du mir nicht Gesellschaft, wo wir beide doch schon dieselben Vorlieben teilen?" Anjas Atem ging schneller. "Stell dir doch nur vor – nichts wäre mehr verboten! Jeden Tag soviel essen, wie nur reingeht! Wir beide ... zusammen ..." Willig ließ sich Anja nun in Susannes Arme nehmen. Wie bei ihrer Begrüßung vor einem Vierteljahr, wo sie zum ersten Mal die Fettmassen ihrer Mitbewohnerin gespürt hatte, erfuhr Anja auch jetzt einen warmen Kitzel, als sie die vielen überflüssigen Pfunde fühlte, wie sie sich gegen ihre eigenen drückten. Sanft zog Susanne Anja auf ihren riesigen Schoß und schob ihr die Hand auf den Bauch. "Du bist auch schon ein bißchen dicker als am Anfang, das habe ich wohl gemerkt. Das gefällt mir ... jeden Tag habe ich darauf geachtet, ob du auch gern ißt, und es hat mir leid getan, daß du dich noch so zurückhältst, wo du doch ebenso genießen könntest wie ich."
"Ich – ich wollte eigentlich eine Diät machen, weil ich auch gemerkt habe, daß ich zugenommen habe..."
"Wozu denn. Hier bist du im Schlaraffenland, Anja. Du wirst nie wieder so gut essen können wie hier."
"Das stimmt – Barbara kocht so lecker ... Findest du Dicksein wirklich schön?"
"Sicher", sagte Susanne mit ihrer tiefen Stimme und strich über Anjas neue Pfunde. "Ich mag es zu sehen, wo sich der Luxus zeigt, den man sich gönnt. Du würdest sicher mal einen hübschen Dickbauch bekommen. Komm, fühl mal meinen." Sie führte Anjas Hand auf die Stelle, wo ihr vom vielen Kuchen gespannter Bauch besonders prall und dick hervorquoll. Anja schloß die Augen und seufzte.
"Weißt du was?" flüsterte sie. "Ich glaube, ich bekomme doch Hunger..."

Es war fast schon zwei Uhr, als Anja schließlich in ihr Zimmer ging – langsam und mit schwerem Schritt, da sie so sattgegessen war wie noch nie zuvor in ihrem Leben. Ihre Hose stand weit offen, und ein schon recht respektabel dick gemästeter Bauch quoll aus dem Reißverschluß; das übermäßige Essen der letzten Monate hatte Anjas Figur bereits grundlegend verändert. Schwer seufzend schob sie sich die Jeans von den Hüften und erinnerte sich daran, wie Susannes runde Babyhände ihren Speck gestreichelt hatten. An die Komplimente, die sie ihr über ihre Rundungen gemacht hatte, und an die verschwörerische Freßorgie, die sie danach gefeiert hatten. Anja hatte gegessen, soviel nur reinging, angestachelt durch die Tatsache, daß Susanne so herrlich unmäßig aß. Sie hatten nicht nur den Kuchen verdrückt, sondern auch jeder zwei kalte Hähnchenschenkel, ein Pfund Gouda mit Ritzcrackern, Barbaras guten Grießpudding und ein paar Stücke Quiche Lorraine. Anja zog ihr T-Shirt hoch und betrachtete ihren Bauch im Spiegel. Prall und dick schob er sich vor und hatte ihren schmalen Slip ein wenig nach unten gedrückt. Sie strich sich die Taille hinunter und bemerkte, daß auch ihre Hüften breiter wurden, und beim Hin und Herdrehen sah sie, wie dick ihr Hintern geworden war. Sie hatte enorm zugenommen.
Das anfängliche Entsetzen, daß diese Erkenntnis mit sich brachte, wich einer Erinnerung: Susannes dunkler Stimme, die ihr gesagt hatte, wie sehr sie üppige Frauen mochte. Und der Erinnerung daran, wie sich Susannes Wanst angefühlt hatte, als sie ihrer Mitbewohnerin die Jeans geöffnet hatte. 132 Kilo wog die fette Susanne, doppelt so viel, wie sie eigentlich durfte. Kein Wunder, bei den Mengen, die sie täglich in sich hineinstopfte. Was mochte es für ein Gefühl sein, so viel Fett mit sich herumzutragen? Anja rieb sich ihren Bauch, massierte ihn fast ein wenig. Ihr praller Magen drückte, und sie atmete flach, keuchte fast, als sie sich aufs Bett sinken ließ. Immer fester knetete sie ihren Bauch, bis ihre Hände schließlich langsam zwischen ihre Schenkel glitten. Sie träumte von Susanne, die ihr Pudding in den Mund löffelte.
Susanne selbst hatte sich währenddessen ebenfalls stöhnend auf ihr Bett sinken lassen. Sie war es gewohnt, zuviel zu essen, aber heute hatte sie sich übertroffen, dachte sie. Aber es hatte sie unglaublich erregt, Anja so essen zu sehen, und Erregung machte Susanne immer hungrig. Das letzte Stück Quiche war zuviel gewesen, das spürte sie, als sie sich mit trägem Schnaufen auszog. Die Bewegungen fielen ihr schwer, und sie war froh, als sie nackt zwischen die Kissen schlüpfen konnte. Sie legte sich auf die Seite, um den Druck auf ihren Magen zu erleichtern, den die dicke Fettschicht ihrer Wampe sonst ausübte, und die Fettfalten flossen dabei geradezu über die Matratze. Anja war wunderbar gierig, fast so wie Gaby, mit der zusammen sie sich den Großteil ihrer Kilos angefressen hatte. Gaby war unersättlich gewesen, und zum Schluß so faul und träge, daß sie nicht einmal mehr einkaufen gehen wollte. Mittlerweile war sie verheiratet und wohnte leider in einer anderen Stadt; sie telefonierte noch mit Susanne, aber zum gemeinsamen Fressen traf man sich nur noch selten. Inzwischen wog Gaby, wie sie Susanne berichtet hatte, über 170 Kilo, bewegte sich immer weniger und wurde jeden Tag fetter.
Wie sie selbst. Susanne wußte, daß sie schon wieder zugenommen hatte; das spürte sie an ihrer Kleidung, an der Jeans, die sie auf Zuwachs gekauft hatte und die trotzdem wieder so knapp saß. Sie legte ihre Hand auf die Speckrolle über dem Magen und wackelte mit ihrem Fett, während sie an Anja dachte und sich vorstellte, wie der Kleinen ein ähnlich üppiges Übergewicht stehen würde. Barbara hatte recht gehabt; sie hatte etwas so Rosiges an sich, was geradezu "mäste mich" schrie. Anja mit 130 Kilo ... rund, fett, schwer, massig ... Dann fiel ihr die Packung Champagnertrüffel ein, die noch auf dem Schreibtisch lag. Unsinn, sagte sie zu sich selbst, du bist jetzt schon überfressen, dir wird schlecht, wenn du noch mehr in dich reinstopfst. Lieber wieder von Anja träumen, von ihrem Bäuchlein, von ihrem Speckröllchen, das über den Hosenbund hing. Seufzend drehte Susanne sich wieder um und schwang nach kurzem Kräftesammeln die Beine aus dem Bett. Sie holte ein wenig Schwung, um aufzustehen – seit sie die 120 hinter sich gelassen hatte, brauchte sie das, um hochzukommen. Drei schwerfällige Schritte, und sie war am Schreibtisch. Sie nahm die Trüffel mit, und auch eine Schachtel Erfrischungsstäbchen, und wälzte sich wieder ins Bett. Genüßlich aß sie eine Praline nach der anderen, obwohl ihr Magen spannte, dann stopfte sie die Orangenstäbchen hinterher. Voll und übersatt schlief sie dann ein.

Anja erwachte am nächsten Tag mit einem schlechten Gewissen und mit einem Heißhunger, den sie nach der gestrigen Fresserei nicht erwartet hatte. Der blaue Himmel versprach einen der ersten warmen Sommertage, und sie nahm daher eine leichte Sommerhose aus dem Schrank, die sie im letzten Jahr besonders gern getragen hatte. Schon bevor sie das Kleidungsstück über ihre Schenkel gezogen hatte, war ihr klar, daß kaum eine Chance bestand, Reißverschluß und Bündchen schließen zu können – trotzdem versuchte sie es. Mit Mühe rutschte der Stoff über ihren Hintern, und mit viel Gewalt zog sie die Hose bis auf Hüfthöhe. Ihre dicken Beine fühlten sich jetzt schon abgeschnürt an. Der Reißverschluß klaffte eine volle Handbreit weit auf und ließ sich kaum weiter zuziehen – prall und fett wölbte sich ihr kleiner Wanst nach vorn. Anja hielt die Luft an und zog den Bauch ein, während sie mit dem Reißverschluß kämpfte. Beim zweiten Anlauf klappte es – die Hose war zu. Anja schnaufte. Noch dicker als sonst quoll jetzt die Speckrolle über ihrem Magen nach vorn, deutlich sichtbar unter dem T-Shirt, das auch ein wenig eng geworden war. Anja zog sich eine Weste über, die auch die Speckfalten an den Hüften kaschierte, und ging in die Küche.
"Morgen", begrüßte sie Sabine, die als einzige noch zu Hause war. Susanne hatte eine Frühsendung, und auch Barbara war schon unterwegs. "Susanne hat dir was zum Frühstück hingestellt." Sie deutete auf einen Berg Waffeln, Croissants und Hörnchen. Anja lief das Wasser im Mund zusammen. "Aber wenn ich dir mal was sagen darf – so unter Freundinnen – du mußt mal ein bißchen auf dein Gewicht achten, du hast ganz schön zugenommen, seit du hier bist." Anja zuckte zusammen. Sie haßte es, wenn man sie auf ihr Gewicht ansprach, obwohl sie ja gerade erst gemerkt hatte, wie recht Sabine hatte. "Entschuldige", sagte Sabine, die erkannte, daß sie Anja zu nahe getreten war. Sie legte der Jüngeren den Arm um die Schulter. "Ich sag's doch nur, weil ich weiß, wie schwer es ist, den Speck anschließend wieder loszuwerden. Ich wäre auch gern dünner."
"Ehrlich?" fragte Anja jetzt.
"Na klar, ich hab dreißig Kilo Übergewicht, das ist schon viel zu viel. Guck dir mal meinen Bauch an."
Anja betrachtete Susannes breite Speckrollen, die gut verpackt in einer Stretchjeans und einem Pullover schlummerten.
"Naja, aber Susanne ..." begann Anja.
"Ist noch viel dicker, ich weiß. Sie und Barbara verführen einen ja auch ständig dazu, zu viel zu essen. Und ich eß ja auch furchtbar gern. In den zwei Jahren, die ich hier wohne, habe ich zwanzig Kilo zugenommen. Wenn ich so weitermache, bin ich in drei Jahren fast so fett wie Susi."
"Hm", machte Anja.
"Deine Vormieterin ist geradezu aus allen Nähten geplatzt in kürzester Zeit, die hat fast jede Woche ein Pfund angesetzt. Nach zwei Jahren war sie so fett, daß sie bei jedem Schritt geschnauft hat." Anja fühlte ein Kribbeln in ihrem Körper. Wie schrecklich ... Gleichzeitig war sie erregt - würde sie auch so fett werden, wenn sie jetzt nicht aufpaßte? Ihre Mutter würde einen Anfall bekommen.
"Das waren ja fünfzig Kilo in zwei Jahren!" rechnete sie aus.
"Ungefähr, ja. Deswegen sag ich ja, mach mal ein bißchen langsam, halt dich mal ein bißchen zurück, bevor es dir auch so geht."
"Vielleicht hast du recht, und ich sollte lieber nichts essen jetzt", überlegte Anja.
"Ich wollte auch eine Diät machen", nickte Sabine. "Wenn ich's schaffe. Du sitzt ja schon ganz schön knapp in dieser Hose", bemerkte sie dann.
"Ach, das geht noch", wehrte Anja ab, die der Duft der Croissants ganz schwindlig machte. Sabine nahm ihre Tasche vom Stuhl. "Ich muß ins Büro", sagte sie. "Mach's mal gut, bis später." Anja blieb allein in der Küche zurück.

Natürlich hatte Sabine recht – sie war schon zu dick geworden, und die Hose ließ ihr kaum noch Luft zum Atmen. Aber sie hatte einen Riesenhunger. Einen kurzen Augenblick kämpfte sie mit sich, dann griff sie nach dem ersten Croissant. Hmmh, lecker. Mit Butter wäre es noch besser – und hinter dem Brotkorb stand schon alles bereit, Butter, Marmelade, Schinken, Sahne für die Waffeln. Zwei dick mit Butter bestrichene Croissants waren schnell verzehrt. Dann türmte Anja sich Sahne auf das frische Gebäck; sie mußte ihren Mund weit öffnen, um abbeißen zu können und schmierte sich die fette Creme über die Lippen dabei. Zu lecker. Noch ein großer Bissen. Sie kaute mit vollen Backen und schluckte eilig, um wieder abbeißen zu können. Drei, vier, fünf Waffeln futterte sie in sich hinein, bis die große Sahneschüssel leer war. Immer stärker fühlte sie ihren Bauch über die Hose quellen und den Bund in ihr Fett einschneiden; der Druck, den der straffe Stoff ausübte, wurde immer heftiger. Während sie nun von einem Mohnhörnchen abbiß, versuchte sie mit der anderen Hand, die enge Hose zu öffnen – fast unbewußt -, um dem sich füllenden Bauch mehr Platz zu schaffen. Erleichtert seufzte sie auf, als ihr rosiger Speck den Reißverschluß aufschnäbeln ließ. Sie belegte sich das Hörnchen dick mit Schinken und aß, das zweite bekam eine Zentimeter hohe Erdbeermarmeladenschicht. Und dann war der Brotkorb leer, und Anja lehnte sich schnaufend auf dem Stuhl zurück. Sie hatte so gierig und hungrig gegessen, daß sie nicht bemerkt hatte, wie satt sie schon war. Jetzt drückte ihr Magen und schob sich vor wie eine Kugel. Geistesabwesend strich sie über die Rundung und keuchte leicht. Sie fühlte sich unglaublich überfüttert.
Sie zuckte zusammen, als sie die Haustür zuschlagen hörte. Das zu kleine T-Shirt ließ sich nicht nach unten ziehen, um die offene Hose zu verdecken, und sie fühlte, daß sie rot wurde. Die Spuren ihrer kleinen Orgie waren unübersehbar.
"Hi!" grüßte jetzt Barbara, die zwei Plastiktüten in die Küche wuchtete. Der Anblick ließ sie wohlig erschauern – Anja saß immer noch leicht zurückgelehnt, ihre schwellenden Pfunde unübersehbar präsentierend, am Tisch und hatte tatsächlich alles verschlungen, was Susanne ihr hingestellt hatte. Wenn sie in dem Tempo weiterfuttern würde ... Barbara wurde heiß bei dem Gedanken. Ihr Magen mußte sich prächtig geweitet haben, bald würde sie richtig große Mengen in sich hineinstopfen können und würde jeden Tag dick und dicker werden. Sie platzte jetzt schon aus ihren Kleidern. Sie wurde fett.
Die Situation war Anja deutlich erkennbar peinlich. "Laß nur", wehrte Barbara ab, als Anja zu einer Erklärung ansetzte. "Mach's dir doch ruhig bequem, wir sind doch unter uns. Ich zieh meine Jeans ja auch gern aus, wenn ich zu Hause bin."
"Sabine meint, ich werde zu dick", sagte Anja. Ihre langsame und von Seufzern unterbrochene Sprechweise ließ Barbara noch mehr erkennen, wie überaus voll sie war.
"So'n Quatsch", sagte Barbara, die nun Choco Crossies, Kinderschokolade und einige Beutel M&Ms auf den Tisch warf. "Du bekommst nur eine etwas fraulichere Figur."
"Meinst du?"
"Na klar. Jede schöne Frau hat einen kleinen Bauch, selbst die Models. Und du siehst super aus, ehrlich."
Anja lächelte. Sie hätte nicht erwartet, so viele Komplimente zu bekommen, aber auch Susanne hatte ja gestern schon etwas ähnliches gesagt. Warum sollte sie dann nicht essen, was sie wollte.
Barbara riss die Choco Crossies auf und steckte sich eine Handvoll in den Mund. "Nimm dir ruhig", sagte sie.
"Danke, ich habe gerade erst gefrühstückt", lehnte Anja ab. Es dauerte keine fünf Minuten, bevor sie das erste Schokonuss-Häppchen probierte.

So ging es in den nächsten Wochen weiter. Anjas Appetit steigerte sich beinahe täglich – und sobald sie ans Abnehmen dachte, sorgten Susanne oder Barbara dafür, daß es eines ihrer Lieblingsessen gab oder ihre Lieblingsnaschereien herumlagen. Und so gewöhnte sie sich bald daran, große Mengen Süßes, Schweres, Kalorienreiches zu futtern, rund um die Uhr zu essen und sich immer weniger zu bewegen. Es wurde auch zunehmend anstrengender, dem Bus hinterher zu rennen, weil ihre Schenkel aneinander rieben, unmerklich erst, dann immer stärker, und sie spürte, dass ihre Brüste hin und her schaukelten, wenn sie lief. Nicht lange darauf begann auch ihr Bauch deutlich zu wackeln, wenn sie sich schnell bewegte. Und auch bei ihren vorstehenden, immer runderen Hinterbacken fühlte sie dasselbe. Ihre Hosen und Pullover verrieten ihr zudem überdeutlich, dass sie enorm zugenommen haben musste, allerdings besaß Anja keine Waage und wusste nicht, wie viel sie wirklich wog.
Eines Morgens merkte sie, dass sie auch ihre größte Jeans, die sie sich kürzlich erst in Größe 44 gekauft hatte, über ihrem kugelrund gewordenen Bauch nicht mehr zu bekam. Am Abend davor hatte es reichlich Kartoffelauflauf mit Sahnesauce gegeben, und danach hatte jede der vier fast einen Liter Eis mit Sahne verputzt – jetzt hatte Anja zwar den größten Teil der überreichlichen Mahlzeit verdaut, aber sie fühlte sich immer noch etwas schwer. Noch einmal zog sie mit aller Macht an dem Stoff und konnte nun fast den Knopf schließen, aber der Hosenbund kniff dabei heftig in ihren Speck und schnürte ihr die Luft ab. Seufzend gab sie auf und strich sich prüfend über die Speckrolle über ihrem Magen. Sie war einfach viel zu dick geworden. Sabine hatte schon recht gehabt, sie ging zu sehr aus dem Leim. Wie schwer mochte sie sein? Mit ihren siebzig Kilo war sie schließlich schon bei ihrem Einzug ein bißchen mollig gewesen. Aber jetzt? 75 wiege ich bestimmt, dachte sie. Aber vielleicht ja auch doch noch nicht ... Susanne hatte eine Waage, wie sie wusste – dort konnte sie es herausfinden.
Es war schon nach zehn, daher vermutete Anja Susanne schon auf der Arbeit. Sie hatte vergessen, dass ihre Freundin diese Woche Abendsendungen moderierte und dafür gern lange schlief; daran erinnerte sie sich jedoch sofort, als sie in Susannes Zimmer trat. Die Vorhänge waren noch geschlossen und hüllten den Raum in gedämpftes Licht. Eigentlich wollte Anja sich schnell zurückziehen, um nicht zu stören, aber dann sah sie doch zum Bett. Susanne lag auf dem Bauch und hatte die Decke in der warmen Nacht weggeschoben, sie war völlig nackt. Ihr schwerer Po ragte stolz in die Höhe, und die dicke Speckschicht auf dem Rücken schob sich zu breiten Falten zusammen, da sie einen Arm leicht angewinkelt hatte. Ihr enormer Hängebauch sah ein wenig unter ihrem Ellenbogen hervor. Fasziniert trat Anja näher und betrachtete die Schlafende. Kleine helle Linien liefen im unteren Rückenbereich waagerecht auf die breiten Hüften zu, Dehnungsstreifen, die ein beredtes Zeugnis von Susannes Fressorgien und die darauffolgende schnelle Gewichtszunahme ablegten. Ob auch Susannes Bauch solche Streifen aufwies? Anja hätte es zu gern gewusst.
Sie war so in den Anblick versunken, dass sie zusammenschrak, als Susanne sich plötzlich bewegte. Der viele Speck erbebte, als sie ihre Lage veränderte und zwinkernd die Augen öffnete. Anja blieb wie versteinert stehen.
"E-entschuldigung, ich wollte nur..." brachte sie schließlich hervor. Susanne drehte sich mit einem tiefen Seufzer auf die Seite und griff faul nach der Decke.
"Ach, du bist's."
"Ich dachte, du wärst schon wach ..."
"Bin ich ja jetzt auch." Sie zog sich die Decke ein wenig über Rücken und Schultern, sodass Anja nun die drei dicken Fettpolster betrachten konnte, die Susannes Wanst ausmachten. Prall und nach dem üppigen Festessen der letzten Nacht erneut wachsend schoben sie sich nach vorn und stützten dabei Susannes ebenfalls recht beachtliche Oberweite. Der Bauchnabel war in einem breiten Spalt verschwunden, und die feiste Speckrolle des Unterbauches streckte sich wie ein großer Rettungsring über die Hüften; tatsächlich liefen auch hier feine helle Streifen über die Haut, allerdings horizontal. Schlaftrunken rieb sich Susanne ihr Fett und versetzte es dadurch in ein sanftes Zittern. "Wie siehst du denn überhaupt aus", erkundigte sie sich nun lächelnd, "passt deine Hose dir nicht mehr?"
Erst jetzt wurde sich Anja bewusst, dass sie mit geöffneter Jeans da stand und sich ihr frischer Speck auch unter dem T-Shirt gut abzeichnete. Sie wurde rot.
"Ja...." dehnte sie. "Ich hab ganz schön zugenommen, glaube ich." Hier, in Gesellschaft der so viel übergewichtigeren Susanne erschien ihr das plötzlich viel weniger problematisch. "Mir passt überhaupt nichts mehr. Und da wollte ich mal fragen, ob ich mich bei dir wiegen kann."
"Kein Problem, die Waage steht unterm Bett." Susanne setzte sich nun auf, dabei musste sie die Beine ein wenig spreizen, um ihrer Wampe Platz zu machen, die nun ihre Scham völlig verdeckte. Ihr Magen, der längst an die überreichlichen Portionen gewöhnt war, hatte die Kalorienbomben des gestrigen Abends verarbeitet und knurrte schon wieder, aber auf dem Nachttisch stand noch ein Schälchen Trüffelpralinen, von denen sie sich nun eine genießerisch in den Mund schob.
Anja bückte sich derweil schwerfällig nach der Waage, um sie unter dem Bett hervorzuziehen. Die Jeans, die sie immerhin über ihren Hintern hatte ziehen können, war an den Beinen eng wie eine zweite Haut und hinderte sie daran, in die Knie zu gehen, daher grätschte sie die Beine ein wenig und beugte den Oberkörper weit nach vorn, so dass ihr frischer Speck den Reißverschluss noch weiter aufschnäbeln ließ und sich zu dicken Polstern zusammenschob, wie Susanne sofort registrierte, während sie den zweiten Trüffel verschlang. Anja keuchte leicht, als sie sich wieder aufrichtete und vorsichtig auf die Waage trat. Susanne verdrückte den dritten Trüffel.
"Das kann nicht sein", stieß Anja nun hervor.
"Du bist ja auch angezogen", kommentierte Susanne. "Wie viel wiegst du denn?"
"Das kann nicht sein ..." wiederholte Anja nur und pellte sich aus der engen Hose. Mit einem Ruck zog sie sich auch das T-Shirt über den Kopf, so dass sie nun nur mit Slip und BH bekleidet vor Susannes Bett stand. Ihr frisches Bäuchlein war bereits dabei, das knappe Höschen zu überwinden und über den Bund zu quellen, während der BH schon beachtlich tief in das Fleisch über den Rippen einschnitt. Ungläubig sah sie auf die Zahl zu ihren Füßen. 85. Nicht mehr 86 wie eben, gut. Aber zehn Kilo mehr, als sie gerechnet hatte. Fassungslos setzte sie sich aufs Bett.
"Ich habe über fünfzehn Kilo zugenommen, seit ich hier wohne", sagte sie.
"Das ist wirklich eine Menge", nickte Susanne, die sich aber nicht im geringsten schockiert zeigte. Täuschte sich Anja, oder klang da sogar ein wenig Bewunderung mit in ihrer Stimme? Sie sah zu Susanne hinüber, zu der prallen, dicken, genudelten Frau, die mit offensichtlichem Genuss und erstaunlicher Geschwindigkeit eine Praline nach der anderen verzehrte und nicht die geringsten Hemmungen zu haben schien, ihr vieles Fett so deutlich zu zeigen.
"Ich fresse einfach zuviel", sagte Anja. "85 Kilo. Stell dir das vor!"
"Das stimmt, du stopfst ganz schön in dich hinein", sagte Susanne nun. "Gestern erst die Negerküsse, dann die Eierlikörtorte, der Auflauf, das Eis, und dann nachher noch die vielen Chips ... dir schmeckt es eben." Sie schwang nun ihre Beine aus dem Bett und rückte träge auf Anja zu, die auf den Boden sah und das gar nicht zu bemerken schien. Susanne legte nun den Arm um sie. "Du bist genauso verfressen und gierig wie wir alle – und natürlich wirst du davon dick." Anja wollte das eigentlich nicht hören; sie fühlte, wie ihre Wangen zu glühen begannen. Sie wollte Susannes Arm abschütteln, aber irgendetwas hielt sie zurück und ließ sie stillhalten. "Wenn man jeden Tag so viel frisst wie wir, dann platzt man irgendwann aus allen Nähten – wer wüsste das besser als ich!" Anja erstarrte, als sie nun Susannes Hand auf ihrem kleinen Dickbauch fühlte. "Und das steht dir so gut ... du hast wirklich hübsch zugelegt seit neulich." Daumen und Zeigefinger maßen die Fettrolle über dem Nabel. "Du setzt richtig üppig an. Sei ehrlich, ist es nicht herrlich, so satt wie gestern Abend ins Bett zu gehen? Erst so richtig schlemmen, bis man keinen Krümel mehr runterbringt, und sich dann ausruhen? Ich liebe das ... ich kann darauf nicht verzichten. Ich weiß, dass ich davon jeden Tag fetter und fetter werde, aber das ist es wert." Anjas Atem ging schneller. Susanne hatte den richtigen Punkt berührt: Auch Anja genoss es sehr, fettgefressen und übersatt unter die Decke zu schlüpfen und sich beim Einschlafen träge den spannenden Magen zu reiben. "Du bist tatsächlich schon ganz schön fett", raunte Susanne nun an ihrem Ohr. "Fett wie ein kleines Spanferkel mit einem hübschen Schwabbelbauch. Wie süß du erst sein wirst, wenn du noch viel fetter geworden bist..."
"Ich will nicht noch dicker werden", protestierte Anja, allerdings recht leise.
"Ich weiß", nickte Susanne. "Aber süß wärst du dann trotzdem." Sie rieb Anjas Speck nun recht fest, massierte die frischen Pfunde.
"Findest du wirklich?"
"Ja ... wie sich dein Bauch hier wölbt! Hier sitzen so richtig viele Pfunde, das fühlt sich so wunderbar an. Hast du vergessen, was ich dir vor ein paar Wochen gesagt habe? Ich mag dicke Mädchen ... nicht nur dicke, auch kugelrunde und wirklich schwere." Jetzt schmiegte sich Anja an sie. Die Augen hatte sie geschlossen. Susanne reckte sich nach ihren Pralinen. "Hier, probier mal. Die sind herrlich." Anja zögerte keinen Augenblick, den Trüffel zu nehmen, der Geruch war zu verführerisch. "Der gleitet jetzt in deinen Magen ... zusammen mit diesem hier ... und diesem ... und irgendwann bildet er ein paar neue kleine Fettzellchen irgendwo, vielleicht hier." Susanne kitzelte Anja an der Hüfte. "Oder hier." Sie kniff in den Bauchspeck. "Aber ist dieses Aroma das nicht auch wert?"
"Ja", seufzte Anja und aß. Sie aß auch noch den nächsten und den übernächsten – schnell war die Packung leer. Und die zweite, die Susanne danach aufriss, war auch in kurzer Zeit in ihrem Magen verschwunden. Susanne rieb ihr den Bauch, und Anja ließ sich treiben – der süße Geschmack, Susannes warme Hand, die Schwere ihres Körpers verdichteten sich zu einem Wohlgefühl.
"Genieße das Dickwerden", sagte Susanne sanft. "Ein voller Bauch ist etwas herrliches. Iss, was dir schmeckt. Übrigens, hast du am Wochenende schon was vor?"
Anja schüttelte den Kopf.
"Barbara plant ein Verwöhnwochenende für mich", sagte Susanne. "Du weißt ja, wie gern sie kocht. Und gelegentlich machen wir zwei das, dass wir uns dafür richtig Zeit nehmen."
"Und was macht ihr da so?"
"Ich esse", erklärte Susanne. "Nicht so wie sonst, nur zu den Mahlzeiten. Sondern mal richtig." Sie strich sich erwartungsvoll über den breiten Speckwanst. "Den ganzen Tag." Sie lachte, als sie Anjas ungläubiges Gesicht sah. "Komm doch auch ... wir machen es uns gemütlich, und du isst dich mal richtig satt."
"Dann werde ich ja noch fetter!" Anja klang entsetzt. Susanne zog sie wieder mehr an sich und fuhr fort, ihr den Bauch zu reiben.
"Stimmt", nickte sie. "Du würdest noch mehr Speck ansetzen nach einem solchen Mastwochenende... wer weiß, vielleicht stünde dein Speck dann so weit vor..." Sie hielt ihre Hand mit etwas Abstand vor Anjas schon beachtlichem Umfang.
"Du bist ja verrückt!" wehrte die sich. "Ich bin doch jetzt schon zu fett! Und du auch! Du wirst irgendwann platzen!"
Susanne lehnte sich nun zurück, ihren massigen Bauch vorgestreckt, und steckte sich gleich zwei Pralinen in den Mund.
"Ich werde genießen", sagte sie.

Teil 3

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