CAROLA:
Nubia hatte dort bereits verschiedene üppige Speisen
auf großen Silberplatten angerichtet. Sie fragte mich nicht nach dem eben
Gesehenem, sondern teilte mir gleich wieder einige leichte Aufgaben zu, die
ich am Tisch sitzend erledigen konnte. Statt dessen mühte sie sich selbst
schnaufend damit, den Wein aus dem Keller zu holen. „Flavia will mir eine
Leihköchin zur Seite stellen“, sagte sie, als sie mit mehreren Amphoren
zurückkam, wobei ihre Bäckchen vor Anstrengung glänzten. „Das
ist auch gut so - diese Treppen sind zu steil für mich.“ Mit einem
Seufzer ließ sie sich auf den Stuhl mir gegenüber sinken und zwinkerte
mir zu. „Ich bin zu dick für diese Arbeiten. Aber du sollst auch
nicht so viel Bewegung haben, damit du fett wirst. Achte ein wenig darauf, daß
du nicht rennst oder außer Atem kommst.“
Das Aroma der Süßkastanienpasteten, die im Ofen ausgebacken wurden,
zog mir in die Nase, und ich schluckte unbewußt. Zu gern hätte ich
eine dieser Köstlichkeiten verzehrt, aber jetzt war dazu zu viel zu tun;
ich richtete Geflügelteile auf Silberschalen an und garnierte sie mit Obst.
Ein oder zwei Hühnchenschlegel verschwanden dabei schon in meinem Mund,
aber zu mehr war keine Zeit.
„Darf ich den jungen Herren servieren?“ fragte ich schließlich.
„Marcellus hat ausdrücklich nach dir verlangt.“
„Oh“, machte ich. Noch immer konnte ich mein Glück kaum fassen.
„Aber zeige von dir aus keine Vertraulichkeiten!“ warnte Nubia.
Entgegen Nubias Ratschlägen war ich außer Atem,
als ich mit den ersten Speisen ins Triclinum trat. Ob das aber daran lag, daß
ich mich meiner schweren Last zu schnell geeilt war oder aber einfach an der
Aufregung, war schwer zu sagen. Auf den Divans räkelten sich nicht nur
Marcellus und sein Freund Lucillus, mit dem er zuvor gekämpft hatte, sondern
noch drei andere junge Römer, die sich laut und fröhlich miteinander
unterhielten. Marcellus selbst war still, als ich eintrat, und seine hellen
Augen schienen zu brennen, als ihr Blick an mir herunterglitt. Ich setzte die
Speisen ab; hinter mir trat Nubia ein, die ebenfalls ein Tablett mit Schüsseln
trug. Gerade wollte ich wieder zurück in die Küche gehen, um nun die
Bleche mit den Pasteten zu holen, als er mich zurückrief.
„Du kannst mir servieren, Carola. Nubia kann die Gerichte allein herantragen.“
Seine Hand umfaßte meinen Arm, und er zog mich mit einem überraschenden
Ruck auf seinen Divan, so daß ich vor ihm zu sitzen kam. Seine Freunde
kommentierten diese Geste mit zustimmendem Gelächter. Ihre Gegenwart flößte
mir Angst ein; die Situation war zu ungewohnt, als daß ich Marcellus’
Nähe jetzt hätte genießen können. Dabei rieb sein dicker
Bauch gegen meinen Rücken, und ich spürte den Speckring um den Bauchnabel.
Sein weicher Speck fühlte sich wunderschön an.
„Ihr braucht sie nicht so anzustarren“, erklärte er jetzt seinen
Freunden. „Sie wird mir servieren - schließlich habe ich mir eine
Belohnung verdient, nachdem ich Lucillus gezeigt habe, wer der Bessere ist.“
Lucillus brachte eine scharfe, gleichwohl offenbar humorige Replik, auf die
ich nicht genau achtete. Marcellus Hand lag noch immer auf meinem Arm; jetzt
umfaßte er mich an der Taille, um mich weiter an sich heranzuziehen. Sein
Bauch drückte jetzt sein ganzes Fleisch an meinen Rücken und meinen
Hintern, und ich spürte, daß seine Hand verborgen in den Falten meiner
Kleidung meinen eigenen kleinen Ranzen befühlte. Ich streckte den Bauch
vor, und seine Finger erkundeten die Höhlung meines Nabels. Die Unsicherheit
verflog langsam. Hatte ich nicht davon geträumt, ihm nahe zu sein? Ich
vermied es, Nubia anzusehen, die noch mehr zu essen brachte; sie billigte es
sicher nicht, wie ich hier saß. Aber nun kuschelte ich mich gegen den
fetten Wanst in meinem Rücken und zog die gefüllten Wachteln heran.
Die Vorstellung, Marcellus jetzt zu füttern, ihn noch viel fetter zu machen,
als er schon war, bereitete mir Lust.
Von der Unterhaltung bei Tisch verstand ich nicht viel. Die Römer sprachen
schnell, machten Wortspiele, warfen sich witzige Kommentare zu, redeten über
Dinge, die ich nicht kannte. Ohnehin nahm Marcellus meine ganze Aufmerksamkein
in Anspruch. Während seine Freunde sich ebenfalls bedienten, legte ich
ihm reichlich vor, brach das Brot für ihn, tunkte es in so viel fette Saucen
wie möglich, achtete auf einen guten Wechsel zwischen Süßspeisen
und schwerem Essen und reichte ihm Brühe oder Wein. Mein eigener Appetit
war dabei längst zurückgekehrt. Es roch alles so gut - mir lief das
Wasser im Mund zusammen. Zusehen zu müssen, wie die gut genährte Gesellschaft
hier sich vollstopfte, war eine wahre Prüfung. Antonius, der neben Lucillus
lag und der Dickste der Runde war, schlang mit einer bemerkenswerten Geschwindigkeit
in sich hinein und schmatzte dabei sogar. Er war sicherlich fünfzig Pfund
schwerer als Marcellus, und sein Bauch hatte die Toga, die er trug, richtig
prall gespannt, so daß die Fettfalten seiner Wampe sich ordentlich abzeichneten.
Marcellus’ eigener Speckwanst drückte immer mehr gegen meinen Rücken,
je satter er wurde. Schließlich drehte ich mich ein wenig und faßte
vorsichtig auf seinen Magen; sicher brauchte er eine gute Massage, so fest und
stramm wie er war, aber ich versuchte, es wie eine zufällige Bewegung aussehen
zu lassen. Wie hatte Nubia gesagt: Keine Vertraulichkeiten. Aber ich hatte heute
morgen doch bemerkt, daß ihm meine Massage gefallen hatte. Erst jetzt
bemerkte ich, daß sich die Unterhaltung um mich drehte.
„Sie ist ganz hübsch für eine Sklavin, woher kommt sie?“
fragte Lucillus.
„Aus Germanien“, gab Marcellus zurück und hielt meine Hand
nun tatsächlich auf seinem schwellenden Bauch fest. „Eine kleine
Barbarin mit außerordentlichen Qualitäten. Sie massiert besser als
jeder Grieche.“
„Unsinn“, grunzte der dicke Antonius. „Mein Masseur ist Grieche,
und seht mich an - wie gut ich angesetzt habe, seit er da ist.“
„Marcellus ist aber auch ganz schön fett geworden“, meinte
Lucillus. „Du warst ja immer schon ein Vielfraß, Antonius. Du brauchst
keinen Masseur, du platzt auch so aus allen Nähten.“
„Neidisch?“ fragte Antonius zurück, der seinen wackelnden,
unglaublich fetten Bauch noch weiter herausstreckte und liebevoll tätschelte.
Lucillus winkte ab.
„Du läßt dich von einer Frau massieren, Marcellus?“ fragte
er dann. „Wie unanständig.“ Aus seinem Ton erkannte ich, daß
er Marcellus wesentlich mehr beneidete als Antonius.
„Konventionen kümmern mich nicht, wenn es um leibliche Genüsse
geht“, erklärte Marcellus. „Sie hat eine feste Hand, besonders,
wenn sie selbst schön satt ist.“ Jetzt schoß mir die Röte
ins Gesicht, als er nun an mir vorbei zu den Pasteten aus Eßkastanien
langte und mir ein Stück gab. Lecker. Unglaublich lecker. Ich kaute und
schluckte schnell, genoß aber dabei jeden Bissen.
„Wenn du nicht aufpaßt, wird sie noch fett“, meinte einer
seiner anderen Freunde. „Sie hat jetzt schon einen ganz schön dicken
Hintern.“
„Küchensklavinnen müssen fett sein“, meinte Marcellus
und gab mir ein zweites Stück.
„Eine Küchensklavin, die massiert?“ Lucillus blieb skeptisch.
„Das ist schon eine sehr seltsame Zusammenstellung, muß ich sagen.“
„Ist doch um so besser, wenn eine Sklavin mehrere Talente hat“,
sagte Antonius mit vollem Mund. Die anderen lachten. Marcellus stützte
sich derweil mit dem Arm etwas höher auf, so daß er mir ins Ohr flüstern
konnte: „Iß dich richtig satt. Ich will, daß du stöhnst,
wenn du aufstehst. Friß dich richtig voll.“ Bei seiner Bewegung
rieb sein Dickwanst meinen Rücken nur noch mehr und ließ mich sein
enormes Gewicht spüren.
Und ich tat, was er mir sagte. Mit wahrer Gier probierte ich all die Köstlichkeiten,
die auf dem Tisch standen, aber natürlich vergaß ich Marcellus dabei
nicht; ich teilte nur die Leckereien, gab ihm von der fetten Gänseleber
auf Weizenbrot und aß auch selbst davon. Er war schon ziemlich satt und
seufzte, wenn ich ihm noch mehr in den Mund schob. Mit Genuß fühlte
ich, wie mein Magen sich füllte. Marcellus schob mir immer wieder die Hand
auf den Bauch, um zu prüfen, wie er sich weiter vorschob. Er selbst begann
zu ächzen, wenn ich ihm zusammengerollte Pfannkuchen mit Pilzfüllung
gab. Schließlich streckte er sich auf dem Rücken aus, sein Bauch
ragte neben mir auf. „Ich könnte jetzt eine kleine Entspannung gut
gebrauchen.“ Lucillus’ aufmerksame Blicke ruhten auf mir, als ich
damit begann, den Schmerbauch meines Herrn zu massieren. Hoffentlich erkannte
niemand, daß ich überhaupt keine Ausbildung darin hatte; unbewußt
ahmte ich Claudias und Nubias Griffe nach und begann mit kreisenden Bewegungen
rund um den Nabel. Marcellus’ Leib war straff und angespannt unter dem
vielen Fett, und die Speckschicht über dem überladenen Magen wackelte
wie Pudding. Langsam wurde ich mutiger und griff stärker zu, knetete die
warmen, weichen Fleischmassen immer fester, kniff in die Polster an den Hüften
und am Unterleib, wo sie besonders üppig waren und unter dem leichten Leinenstoff
seiner Toga noch mehr schwabbelten. Er hatte die Augen geschlossen und atmete
tief. Ich stellte mir vor, wie jetzt das viele Essen noch mehr Polster bildete,
wie er in jedem Augenblick, den ich ihn so massierte, noch mehr ansetzte, und
in meiner Phantasie wurde sein jetzt schon beachtlicher Bauch immer dicker und
fetter, fetter als der von Antonius, so umfangreich und schwer wie der seines
Vaters, der nur noch mit geöffneten Beinen sitzen konnte. Vielversprechend
viel Fleisch gab unter meinen Händen nach. Wären wir nur vom gleichen
Stand gewesen - ich hätte ihn ebenso gern gemästet wie er mich.
Jetzt rührte er sich träge. „Das reicht, Carola.“ Wieder
stützte er sich auf den Ellenbogen und zog eine Platte mit süß
gefüllten Pfannkuchen heran. „Iß schon.“ In die fettriefenden
Teigfladen waren gezuckerte Früchte gerollt, die ich besonders liebte.
Ein Küchlein nach dem anderen verschwand in meinem Mund; ich fühlte
erst spät, wie stark mein Magen sich dehnen mußte, um diese enormen
Mengen aufzunehmen. Wie war ich satt und schwer. Wieder war Marcellus’
Hand auf meinem geschwollenen kleinen Wanst.
Mittlerweile hatte Marcellus Tänzerinnen rufen lassen, um seine Freunde
zu unterhalten. Nubia hatte recht gehabt - die neuen Mädchen, die nun in
den Raum traten, waren wirklich schon ziemlich dick. Sie waren nur mit Schleiern
bekleidet, so daß ihre Fülle deutlich zu sehen war. Große,
üppige Brüste lagen auf fett gefütterten Bäuchen auf, und
sie alle hatten ausladende Hinterteile und sehr kräftige Schenkel. Die
Musiker begannen, eine recht lebhafte Weise zu spielen, und die pummeligen Tänzerinnen
ließen ihre Speckpolster wackeln, als sie sich dazu bewegten. Sie faßten
unter ihre Hängebäuche, um deren Gewicht zu demonstrieren; auch zeigten
sie dabei ein wenig von ihrer Scham, die ansonsten von dem herabsackenden und
wabbelnden Fett völlig verdeckt wurde. Im Takt zur Musik klatschten sie
sich auch immer wieder gegenseitig auf die dicken Bäuche, wobei sie aber
bei aller Fettleibigkeit sehr grazil wirkten.
Marcellus’ Freunde beobachteten die Darbietung mit deutlich wachsender
Lust. Sie kommentierten die Grübchen, die diese Mädchen an ihren Schenkeln
hatten, und zeigten sich sehr beeindruckt von der dicksten Tänzerin, deren
schwerer Bauch wirklich Streifen aufzuweisen schien, auch wenn das unter dem
Tüll der Schleier nur schwer auszumachen war. Während sie sich auf
die Tänzerinnen konzentrierten, gab mir Marcellus immer mehr zu essen.
Mittlerweile streichelte er meinen Bauch recht offen, und wenn er meinte, daß
seine Freunde vom Tanz in Anspruch genommen waren, steckte er mir selbst kleine
Happen in den Mund. Ich nahm jeden Bissen, den er mir bot, leckte nach ein paar
kandierten Früchten auch über die Spitzen seiner Finger. Mein Magen
war übervoll, aber es war zu schön, um aufzuhören.
Drei Stunden dauerte das kleine Gelage, und nun schienen die fünf jungen
Männer alle ebenso vollgefressen zu sein wie ich. Wir hatten auch nicht
allzuviel von den guten Sachen übriggelassen.
„Du kannst gehen“, sagte Marcellus, als auch die Tänzerinnen
wieder verschwunden waren. Ich dachte an das, was er mir gesagt hatte und erhob
mich schwerfällig und mit einem lauten Seufzer. Seine Freunde sahen mir
nach, als ich aus der Tür watschelte. Ich war so satt und faul und glücklich
wie noch nie in meinem Leben.
Meine Träume schlugen in der Nacht wahre Purzelbäume.
Was malte ich mir nicht alles aus, was Marcellus betraf. Die Nähe seines
gewichtigen Körpers hatte mich beinahe betrunken gemacht. Immer wieder
dachte ich daran, wie sein dicker Bauch sich angefühlt hatte, an die vielen
Pfunde auf seinen Rippen, an den Hüften, über seinem Schoß.
Die Spuren jahrelangen Überflusses, jahrelangen Überessens, jahrelangen
Genusses. Ich beschloß, seine Lieblingsspeisen genau herauszufinden und
ihm nur noch die besten und fettesten Speisen zu bringen, und ich träumte
davon, wie ich ihn fütterte, ja mästete, und sein Speck unter meinen
Händen immer mehr wuchs. Um so enttäuschter war ich, als ich am nächsten
Tag erfuhr, daß Marcellus bei seiner Mutter essen und sich also Nubia
um seine Belange kümmern würde. Eine gute Nachricht hatte Nubia jedoch
für mich.
„Marcellus hat tatsächlich nach dir verlangt, um von dir bedient
zu werden“, berichtete sie mir. „Allerdings ist Flavia damit nicht
einverstanden. Sie hält es für unschicklich, daß du ihn bei
der Orgie gestern massiert hast. Aber wie ich Marcellus kenne, wird er schon
eine Möglichkeit finden, um seine Mutter umzustimmen. Bis dahin solltest
du dich pflegen - damit du ein paar Pfund Überraschung für ihn hast,
wenn du wieder zu ihm gerufen wirst.“
MARCELLUS:
Meine Mastkur begann wenige Tage nach der Orgie, bei der ich mich so hemmungslos
überfressen hatte, daß ich am nächsten Tag die Hälfte meines
Frühstücks zurückschicken mußte. Erst gegen Ende des Vormittags
wurde ich wieder etwas hungriger. Zu dieser Zeit bestellte mich meine Mutter
ein.
Mißbilligend sah sie mich an. Ich merkte sofort, daß sie nicht in
bester Laune war, obwohl zwei Sklaven gerade dabei waren, ihr den Rücken
zu bürsten. Das förderte die Durchblutung, und meine Mutter genoß
es normalerweise sehr.
„Du weißt vielleicht, warum du hier bist, Marcellus“, begann
sie.
„Nein, gestand ich, und bediente mich an ihrem Apfelkuchen mit der Haselnußcreme.
„Um so schlimmer“, stöhnte sie. „Dann bist du nicht einmal
schuldbewußt...“
Ich blickte zu Boden und tat schuldbewußt, nicht schuldbewußt genug
zu sein. Man rettet, was den Umständen entsprechend zu retten ist.
Meine Mutter schickte die zwei Sklaven heraus; sie sollten ihr ein Bad in warmer
Kuhmilch vorbereiten. Das tat der Haut gut. Wenn man so fett ist wie meine Mutter,
muß man ihre Haut sehr pflegen. Kuhmilch fettet ganz ausgezeichnet.
Sie winkte mich zu sich heran: "Marcellus, Drusilla erzählt mir -
und Nubia bestätigt es - daß du dich gestern auf der kleinen Orgie
äußerst unstatthaft verhalten hast... Du hast dich von einer Küchensklavin
massieren lassen, ihr noch dazu schöne Augen gemacht!" Sie schnaufte
vor Erregung. "Und... nicht nur das! Du habest sie gefüttert! Stimmt
das, Marcellus? Stimmt es, daß du mit eigener Hand eine Küchensklavin
gefüttert hast...?" Meine Mutter bebte. Sie mußte einen Schluck
Milch zu sich nehmen, um ihre Fassung wieder zu finden.
Ich schwieg betreten. Was sollte ich sagen? Es stimmte ja. Und ich hatte es
auch genossen. Ich hatte von Carolas weichem Hüftspeck geträumt. Im
Traum hatte ich sie gefüttert und sie immer dicker gemästet, hatte
sie massiert und sie mich. Ich wußte, daß es unstatthaft war, eigentlich
unmöglich. Ich hatte jetzt sogar ein schlechtes Gewissen. Andererseits
... was unterschied eigentlich die germanische Küchensklavin von meiner
Schwester Drusilla, außer daß Drusilla doppelt so schwer war und
als Römerin natürlich eine bessere Bildung besaß? Sie waren
doch beides junge Mädchen, die es verdienten, gefüttert zu werden,
damit sich ihre ganze Schönheit entfalten konnte?
Ich ging also zum Angriff über: „Sie ist doch so mager, es schmerzt
meine Augen, wenn ich sie sehe. Begreifst du denn nicht, Mutter, das sie in
diesem Zustand kein Aushängeschild für uns ist?“
Wieder schnaufte meine Mutter auf und versuchte, sich vom Divan aufzusetzen.
Es gelang ihr nur schwer. „Dann hätte sie eben erst gar nicht servieren
dürfen! Aber du hast sie doch extra zum Servieren bestellt, sagt mir Nubia!
Kein Aushängeschild! Natürlich noch nicht! Aber dann laß sie
doch nicht öffentlich servieren, das verhungerte Kind!“
„Mutter“, sagte ich vorwurfsvoll. „Mutter: sie mußte
doch Nubia zur Hand gehen. Wolltest du denn das alles Nubia machen lassen? Wir
haben ja viel gegessen zu fünft - ich habe übrigens besonders viel
gegessen, ich bin noch jetzt halbsatt! Und da brauchte Nubia natürlich
Hilfe! Besonders, weil sich doch auch noch Drusilla dazugesetzt hat, und die
aß natürlich gleich für zwei, deine gefräßige Tochter!“
„Aber warum hast du dann diese Carola gefüttert? fragte meine Mutter
mißtrauisch.
Ich ging darauf nicht ein. „Drusilla, übrigens, die kann ganz still
sein. Wie die sich an Lucillus herangeschmissen hat, das war öffentlich
nicht hinnehmbar! Irgendwann hat sie angefangen, Lucillus zu füttern ...“
„Das kann ich schwer glauben“, behauptete meine Mutter und biß
zur Beruhigung in ein Stück Alexandriner-Torte. „Drusilla weiß,
was sich gehört. Und Lucillus ist ein sehr ehrenhafter junger Mann. Der
weiß, was sich gehört.“
Ich wollte nicht in Einzelheiten gehen. Meine Mutter hielt viel von Lucillus,
und ich wollte weder sein Ansehen noch sein offenbares Glück mit Drusilla
verderben. Wenngleich ich es Drusilla natürlich nicht gönnte... mit
der würde ich mal privat abrechnen, mit der. Einstweilen aber hatte ich
meine Mutter abgelenkt. Sie regte sich schnell auf, aber eben so schnell wieder
ab. Aufregung war nur anstrengend. Und Essen vertrug keine Hast.
Also sagte ich: „Ist ja auch egal. Jedenfalls habe ich der Sklavin keine
schönen Augen gemacht, wer immer das sagt. Sie ist ja viel zu mager. Natürlich
habe ich sie ermuntert, was zu essen, sonst wird das ja nie was mit dem Speck
auf ihren Rippen.“
„Du hast sie eigenhändig gefüttert“, beharrte meine Mutter.
„Und wenn schon: zwei drei Bissen. Sie zierte sich etwas vor all den anderen.
Du weißt ja, wie einschüchternd wir wirken können. Außerdem
füttern wir alle immer unsere Sklaven - weil wir ihnen ja immer Essen geben.
Ob ich nun mal persönlich dafür sorge, daß die Germanin auf
ein uns standesgemäßes Gewicht kommt, das ist ja nun wirklich nebensächlich...“
Meine Mutter schaute mich prüfend an. Zur Zeitgewinnung naschte sie an
den Krokanthäppchen und nahm noch einen Schluck Milch hinterher. Dann bemühte
sie sich um eine strenge Miene.
„Ich werde anordnen, daß Nubia sie für die nächsten zwei
Wochen von den Arbeiten weitestgehend freistellt, und stelle Nubia dafür
eine Leih-Köchin zur Seite. Die kann Nubia vielleicht ein paar neue Rezepte
lehren... und in der Zeit soll Carola gemästet werden. Da du, mein Lieber,
dein Zimmer fast nicht verlassen wirst, und da Carola sich möglichst wenig
bewegen soll, wirst du sie außerdem weder sehen noch über ihre Dienste
verfügen können. Und im übrigen werden wir dich ebenfalls nicht
eine, sondern zwei Wochen lang mästen.“
„Zwei Wochen?“ fragte ich überrascht.
„Zwei Wochen sind besser als eine, und Carola braucht mindestens zwei.
Und damit du nicht auf dumme Gedanken kommst, mein Lieber, machst du da eben
mit.“
„Mutter“, sagte ich, „ich will dir ungern wiedersprechen,
besonders in diesem Falle nicht ... aber du läßt mich zwei Wochen
lang füttern aus Rücksicht auf eine Sklavin. Das ist ja allerhand
für dich ... daß du die Sklaven mal so gut behandelst.“
„Widersprich mir nicht“, mümmelte meine Mutter und suchte in
ihrem weiten Ausschnitt zwischen den Speckfalten nach einigen Krümeln.
„Ich bin jetzt müde. Mein Milchbad wartet. Du bist entlassen.“
Zwei Wochen! Ich wußte nicht, ob ich lachen oder weinen
sollte ... zwei Wochen Mast war natürlich paradiesisch, aber zwei Wochen
lang Carola nicht sehen? Meine Mutter konnte recht dickköpfig sein. Sie
würde Carola und mich genau überwachen lassen, wahrscheinlich von
Nubia. Da hatte ich höchstens Chancen, Carola zu sehen, wenn ich mich mit
Nubia gutstellte... Nubia mochte mich, und ich mochte sie. Ich war charmant
und eroberte ihr Herz immer wieder dadurch, daß ich ihr Essen über
alle Maßen lobte, und ihr auch die Komplimente unserer Gäste weiterzureichen
pflegte...
... und da sah ich sie auch schon vorbeiwatscheln. „Nubia“, rief
ich. „Nubia, warte ... du, ganz herzlichen Dank für die tolle Orgie
gestern. Die Schweineohren in Fett waren knusprig wie noch nie, ich konnte gar
nicht genug kriegen... und was hattest du denn an der Sahnesoße des Nudelauflaufs
verändert? War das Muskat ...? Ganz hervorragend ... Antonius war übrigens
hingerissen von deiner maronengestopften Wachtel ... das war ein Gedicht! Ich
bin noch ganz satt... mindestens fünf Pfund habe ich sicher zugenommen!“
Und so becircte ich die gute Nubia ein Weilchen. Sie strahlte. Dann machte ich
ein betrübtes Gesicht. „Sag, Nubia ... meine Mutter war mir böse
...“ Nubia sah schuldbewußt drein. „Ich hätte mich unziemlich
mit der jungen Germanin verhalten, weil ich ein bißchen für ihre
Essenslust gesorgt habe ... ich wollte sie doch nur ermutigen.“
„Das ist Euch vollständig gelungen, Herr“, antwortete Nubia,
die nicht genau wußte, wie sie sich jetzt fühlen sollte.
„War das denn wirklich so unziemlich, Nubia?“ „
Nein, nein“, beeilte sich Nubia zu versichern. „Ihr wisst doch,
was sich gehört, Marcellus. Ihr seid der Herr.“
„Eben, eben, liebe Nubia... aber jetzt will Mutter mich von Carola fernhalten
für zwei Wochen... îm Vertrauen: Sie denkt, ich hätte ein Auge
auf Carola! Ha!“ Ich lachte weit heraus. „Aber das ist natürlich
lächerlich. Sie ist ja viel zu magersüchtig, das gute Kind.“
„Sie legt aber ordentlich zu“, grinste Nubia, die mir irgendwie
nicht ganz zu trauen schien.
„Ja, aber du mußt sie ja erst mal richtig mästen, Nubia, meine
Mutter wird das noch mal anordnen, ich finde Frauen ja erst ab Deinem Gewicht
wirklich interessant...“ (Nubia lächelte geschmeichelt. Ich dachte
daran, daß sie eigentlich auch einmal einen Mann brauchte, mit dem sie
glücklich werden sollte.) „Also, wie gesagt, ich weiß nicht,
was meine Mutter sich dabei denkt. Ich bin ja kein schlechter Umgang für
eine Sklavin. Nun kannst Du ja den Anordnungen meiner Mutter nicht Ungehorsam
leisten. Aber sei doch etwas tolerant in der Auslegung, wenn Du Carola auf Dienst
schickst. Dann brauchst Du Dir keine Sorgen machen, wo sie hin, und wo sie nicht
hin darf...“
„Wenn Eure Mutter denn anordnet, daß Carola zu mästen sei,
dann werde ich sie natürlich nicht auf Botengänge schicken“,
grinste Nubia verschmitzt. „Aber ich denke daran, sie auf dem Hof an die
frische Luft zu setzen. Die macht Appetit. Dort soll sie essen. Und nachts werde
ich sie am besten überwachen können, wenn sie bei mir im Bett schläft,
sofern es noch groß genug ist. Mehr als auf Carola achten kann ich natürlich
nicht... ich weiß ja nicht, was Ihr macht, Herr...“
Ich lächelte sie an. Sie hatte verstanden. Sie war ein solcher Schatz!
„Jetzt werde ich mal was Unstandesgemäßes tun“, sagte
ich und strahlte sie an, beugte mich vor - und küßte die verdutzte
Nubia auf beide Backen.
Dann ließ ich sie stehen.
CAROLA:
Mittlerweile war die Leihköchin eingetroffen, eine resolute Gallierin von
Nubias Alter, jedoch nicht von ihren Ausmaßen. Ich hatte also in der Küche
weniger zu tun, Nubia wies mir leichte Aufgaben an - sehr zu Mißfallen
der Gallierin - und stellte mir Speisen bereit. Erst war ich zu liebeskrank,
um wirklich Appetit zu haben, und ich mußte mir die Krapfen und die Pastetchen
geradezu hineinzwingen. Nubia gab mir nur noch vollfette Milch zu trinken, und
vielleicht regte das meinen Hunger wieder an. Zu tun hatte ich nicht viel, und
Essen war ein gutes Mittel, um die Langeweile und die Traurigkeit zu bekämpfen.
Kurz gesagt, ich futterte in den Tagen nach der kleinen Orgie ohne Unterlaß.
Mandelcreme. Krapfen. Gänsefleisch mit Maronenfüllung. Grießklößchen.
Und das alles in großen Mengen. Das viele Essen machte mich müde,
und so legte ich mich oft zwischendurch auf das Bett in Nubias kleinem Gemach,
das ich nun mit ihr teilen durfte, um, wie Nubia sagte, meinen Freßrausch
auszuschlafen.
Ich denke, daß sich mein Magen in jener Zeit gewaltig dehnte. Jedenfalls
wurde ich immer gieriger auf gutes Essen, vor allem auf die sehr fetten und
sehr süßen Sachen. Bewegung hatte ich kaum; die Küche verließ
ich nur selten. Abends machte Nubia es sich zur Gewohnheit, mich noch einmal
richtig vollzustopfen, bevor ich dann in schwere Träume sank. Sie machte
Waffeln und viel Sahne und nahm beides mit ans Bett, zog mich in ihre Arme und
kuschelte mich an ihren weichen, nachgiebig fleischigen Bauch, und dann fütterte
sie mich mit den Waffeln, bis ich mich nicht mehr rühren konnte. Es war
ein unglaublicher Genuß, von Nubia derart genudelt zu werden. Sie streichelte
dann meinen vorquellenden, prallen Bauch, bis ich einschlief.
Und wirklich wurde ich so sehr schnell dick. Ich merkte selbst, daß mein
Bauch und auch mein Hintern, wenn ich ging, eine wippende, schwingende Bewegung
ausführten, und wie meine Brüste schwerer wurden. Langsam wölbte
sich eine deutlich sichtbare Fettschicht über meinen Bauch, dessen Falte
am Nabel nun schon fünf Nüsse zu fassen vermochte. Mein Magen war
ständig überladen und voll, und das machte mich träge; es war
nicht leicht, etwas beispielsweise vom Boden aufzuheben, wenn man sich den ganzen
Tag so satt aß wie ich und sich dann kaum noch bücken konnte. Und
ich war trotzdem ständig hungrig. Selbst wenn ich gerade eine gute Mahlzeit
hinter mir hatte und meinen Wanst ein bißchen herausdrücken mußte,
um besser atmen zu können, nahm ich gern noch kandierte Früchte oder
Mandelpudding.
Nubia berichtete mir, daß auch Marcellus ihrer Küche sehr zusprach.
Mir gefiel der Gedanke, daß auch er zur gleichen Zeit wie ich gemästet
wurde, daß er denselben Druck auf dem prallen Leib fühlte, daß
er sich auch ständig überfütterte und - wie Nubia meinte - ebenfalls
täglich dicker wurde. Während bei ihm vor allem der Wanst beträchtlich
an Umfang zunahm, setzte ich rundum an. Meine Brüste wurden groß
und üppig, und ich bemerkte kleine Fettfalten zwischen ihnen und meinen
ebenfalls runderen Oberarmen. Mein Bauch schob sich zu zwei beständig wachsenden
Speckringen zusammen, wenn ich saß, und meine Schenkel begannen, ganz
leicht aneinander zu reiben. Nubia neckte mich mit meinen langsam runder werdenden
Bäckchen und ließ mich öfter den Kopf neigen, um zu sehen, ob
ich schon ein Doppelkinn bekam.
Zwei Wochen lang tat ich nichts außer essen und schlafen. Es fiel mir
nicht schwer, Marcellus’ Wünschen zu entsprechen, die Nubia für
ihn in die Tat umsetzte; ich war fast immer unglaublich hungrig. Je mehr gute
Sachen ich probieren durfte, desto mehr wuchs mein Appetit auf mehr als auf
Sklavenkost. Die einfachen Gerichte verzehrte ich zwar auch reichlich, aber
ich war immer bereit, einige für Flavia bereitete Köstlichkeiten in
mich hineinzuzwängen, selbst wenn ich pappsatt war. Und das zeigte sich
an meinen immer ausladender werdenden Formen. Ich wurde fett.
Marcellus erkundigte sich auch bei Nubia nach meinen Fortschritten, und schließlich
wog mich meine Meisterin auf der Kornwaage im Speisekeller. Ein Pfundgewicht
nach dem anderen mußte sie an den Arm der Waage hängen, damit sie
mich schließlich emporhob. 175 Pfund. Nubia verriet mir, daß sie
selbst weit mehr als 450 wog. Ich dachte an die Massen von Drusilla, die etwa
so alt war wie ich. Nubia behauptete, daß es der jungen Römerin gelungen
war, in nur drei Wochen 30 Pfund Speck anzusetzen. Beachtlich. Ich bedauerte,
daß ich nicht wußte, wieviel ich bei meiner Ankunft in Rom gewogen
hatte. Aber wie dünn ich gewesen war, wußte ich noch. Vielleicht
hatte ich auch deswegen jetzt so viel Appetit, weil ich noch immer an den Gefangenentransport
von Germanien aus denken mußte, wo es kaum jemals etwas zu essen gegeben
hatte. Ich konnte noch immer kaum genug bekommen.
Nubia massierte meine neugewonnene Üppigkeit jeden Abend mit Öl, damit
sich trotz meines schnell wachsenden Gewichts keine Streifen am Bauch bilden
sollten. Aber selbst Kokosfett und ihre Fürsorge konnten nicht verhindern,
daß mein Dickwanst so schnell größer wurde, daß ich eines
Tages doch bemerkte, daß sich an meinem vorquellenden Speck rechts und
links einige weiße und hellrosa Linien bildeten, die unregelmäßig
und mit kleinen Windungen, wie kurze Äderchen, über meine Haut liefen.
Nubia sagte, daß auch mein Hinterteil auf Hüfthöhe einige dieser
Streifen aufwies. Nubierinnen futterten sich ohne diese Streifen dick. Ich hoffte
nur, daß Marcellus sie nicht abstoßend fand.
Es war wunderschön, wenn Nubia mich vor dem Einschlafen einölte und
massierte, vor allem, wenn ich es geschafft hatte, so viel in mich hineinzustopfen,
daß mir heiß wurde, wenn Nubias Hände mir zusetzten. Vor allem,
wenn die Speckrolle meines Unterbauches kräftig geknetet wurde, empfand
ich ein unglaubliches Wohlgefühl, wenn ich mich zuvor bis zur Platzgrenze
gefüttert hatte. Nubia lächelte, als ich ihr davon berichtete. „Es
gibt andere Wege, dieses Gefühl zu erlangen, Kindchen“, sagte sie.
„Vielleicht kannst du es später einmal vertiefen, wenn du dich satt
in die Arme eines Mannes schmiegst.“
„Noch intensiver, Nubia?“ fragte ich.
„Vielleicht. Nicht jeder Frau ist es bestimmt, dieses Glück zu erleben.“
Nubia fragte und erzählte viel in diesen nächtlichen Stunden, und
ich erfuhr von ihr viel über die körperliche Liebe zwischen Mann und
Frau. Trotz meiner Träume von Marcellus war ich es für den Augenblick
jedoch zufrieden, die Schlafstatt mit Nubia zu teilen, mich an ihre Fettmassen
zu schmiegen und ihre breite Hand auf meinem immer dicker werdenden Bauch zu
fühlen, der schwer an den Sahnewaffeln verdaute. Nubia selbst aß
natürlich auch immer welche mit, und ich merkte, daß sie in den letzten
Wochen auch noch weiter zugenommen hatte; ihre Hängewampe sackte noch weiter
auf ihre Schenkel wie früher. Ihr Gang war noch schwerer geworden, und
sie keuchte noch schneller. Manchmal bat ich sie, ihren enormen Speckwanst massieren
zu dürfen, und gab vor, fühlen zu wollen, wie meiner einmal sein würde.
Dabei dachte ich, wenn ich die weichen Polster fühlte, die sich wie weiche
Daunenkissen bewegten, an Marcellus. Eines Tages würde er auch so fett
sein, daß sein Bauch so weit herunterhing, daß er sich mit einem
so tiefen Schnaufen im Bett umdrehte wie Nubia. Und ich träumte weiter
davon, dann meinen eigenen stattlichen dicken Leib dagegen zu schmiegen und
unser gemeinsames Fett zum Schwabbeln zu bringen.